US-Behörde Deutsche Bank soll Auskunft über Jared Kushner geben

Die Beziehungen der Deutschen Bank zu Jared Kushner interessieren die New Yorker Bankenaufsicht. Sie fordert das Geldhaus auf, Informationen offenzulegen. Die Geschäfte mit Trumps Schwiegersohn sorgten immer wieder für Spekulationen.
Jared Kushner

Jared Kushner

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ dpa

Die New Yorker Bankenaufsicht hat einem Insider zufolge von der Deutschen Bank Auskunft über ihre Geschäftsbeziehungen zu Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gebeten. Die Anfrage sei bereits vor einer Woche gestellt worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Gefragt wurde demnach auch nach den Beziehungen zu der Immobilienfirma von Kushners Familie sowie zu Familienmitgliedern. Die Behörde New York State Department of Financial Services habe auch bei zwei weiteren Geldhäusern Informationen angefordert: Bei der Signature Bank und der New York Community Bank.

Laut dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" wisse Stephen Bannon, der ehemalige Chefberater von Donald Trump, dass Sonderermittler Robert Mueller wegen Geldwäsche im Trump-Lager ermittle. Auch die Deutsche Bank soll darin verwickelt sein. "Das läuft durch die Deutsche Bank und den ganzen Kushner-Scheiß", wird Bannon zitiert.

Der 37-jährige Kushner, der als Trumps Berater agiert, war zuvor US-Regierungskreisen zufolge der Zugang zu streng vertraulichen Geheimdienstinformationen entzogen worden. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Spekuliert wurde, ob Kushners Verwicklung in die Affäre um eine mutmaßliche russische Beeinflussung des Präsidentenwahlkampfs 2016 zugunsten Trumps eine Rolle gespielt haben könnte.

Kushner ist einer der engsten Vertrauten Trumps. Er soll unter anderem federführend einen Nahost-Friedensplan entwickeln. Der wohlhabende New Yorker Unternehmer ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.

cop/Reuters