Deutsche Bank und Commerzbank Großaktionär will offenbar Fusion

Der Investor Cerberus unterstützt laut "Handelsblatt" plötzlich den Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank. Der Sinneswandel zeigt, wie prekär die Lage der beiden Geldhäuser ist.

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Der Großaktionär Cerberus unterstützt nach "Handelsblatt"-Angaben eine Verschmelzung von Deutscher Bank und Commerzbank. Der US-Finanzinvestor, der sich 2017 noch dagegen ausgesprochen hatte, habe seine Meinung inzwischen geändert, hieß es.

Die Deutsche Bank und die Commerzbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Bei Cerberus war am Abend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Für den Sinneswandel bei Cerberus gibt es der Zeitung zufolge im Kern zwei Gründe: Zum einen wüchsen bei den Amerikanern die Zweifel, dass die Deutsche Bank aus eigener Kraft wieder zurück auf die Erfolgsspur finde. Zum anderen sei Cerberus der Ansicht, dass sich der technologische Wandel in der Bankbranche mit vereinten Kräften besser bewältigen lasse.

Zusammen könnten beide Institute mehr in neue Technologien investieren und in anderen Bereichen Kosten sparen, hieß es. Im Frankfurter Späthandel zogen die Aktienkurse der beiden Institute leicht an.

Cerberus war im Herbst 2017 mit drei Prozent bei der Deutschen Bank eingestiegen. Damals notierte die Aktie noch bei etwa 15 Euro, am Dienstagabend schloss sie bei 7,83 Euro. Auch an der Commerzbank sind die Amerikaner beteiligt: Im Sommer 2017 hatte Cerberus einen Anteil von fünf Prozent an dem Geldhaus gemeldet.

ssu/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge
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Sandlöscher 26.02.2019
1. Staatsgeld lockt
Cerberus ist nicht doof. Die Commerzbank ist noch anteilig in Staatsbesitz. Mit der Fusion hätte der Bund somit noch den Sanierungsfall der Deutschen Bank am Hals und wenn es dann brenzlig wird, springt der Bund ein, da diese Großbank als systemrelevant eingestuft wird. Cerberus hat somit offengelegt, dass die DB wohl noch viel mehr in Schieflage ist als angenommen. Es rächt sich immer mehr, dass in D und Europa seit 2007/2008 Zombiebanken am Leben ließen. Die nächste Erpressungswelle wird kommen und Frau Merkel stellt sich dann mit Herr Scholz vor die Kameras, um wieder den Bürgern zu versichern, dass ihre Einlagen sicher sind und das nie wieder passieren wird.
WilhelmKoenning 26.02.2019
2. Cerberus ist es völlig egal
Ob eines der Institute alleine überlebensfähig ist. Ihnen geht es als Investor allein um die höchstmögliche Rendite. Wie alle Finanzinvestoren ist Cerberus nur ein Partner auf Zeit, und in der muss das Geld verdient werden und das möglichst schnell.
invisibleman 26.02.2019
3. 3% an der DB,
Ist man damit Großaktionär? Ich denke nicht, dass man damit das Schicksal Deutschlands letzter Großbank bestimmen kann.
2bing 26.02.2019
4. Die Fusion ist doch schon besiegelt:
https://finanzmarktwelt.de/die-fusion-von-deutscher-bank-und-commerzbank-kommt-und-wieso-der-steuerzahler-der-dumme-sein-wird-118409/
jamguy 26.02.2019
5.
Zitat von SandlöscherCerberus ist nicht doof. Die Commerzbank ist noch anteilig in Staatsbesitz. Mit der Fusion hätte der Bund somit noch den Sanierungsfall der Deutschen Bank am Hals und wenn es dann brenzlig wird, springt der Bund ein, da diese Großbank als systemrelevant eingestuft wird. Cerberus hat somit offengelegt, dass die DB wohl noch viel mehr in Schieflage ist als angenommen. Es rächt sich immer mehr, dass in D und Europa seit 2007/2008 Zombiebanken am Leben ließen. Die nächste Erpressungswelle wird kommen und Frau Merkel stellt sich dann mit Herr Scholz vor die Kameras, um wieder den Bürgern zu versichern, dass ihre Einlagen sicher sind und das nie wieder passieren wird.
deutsche und Postbank war auch nix das wird auch nur Miist .
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