Deutsche Bank und Commerzbank Fusionsgespräche vor dem Scheitern

Seit Mitte März verhandeln Deutsche Bank und Commerzbank über einen Zusammenschluss zu einem Finanzgiganten. Nun stehen die Gespräche nach SPIEGEL-Informationen vor dem Abbruch. Vor allem ein Chef zieht offenbar nicht mit.

Zentralen von Deutscher Bank und Commerzbank in Frankfurt
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Zentralen von Deutscher Bank und Commerzbank in Frankfurt


Deutsche Bank und Commerzbank werden wohl nicht wie geplant fusionieren. Bei den seit Wochen laufenden Gesprächen kommen beide Seiten offenbar nicht zusammen. Das bestätigte ein Insider dem SPIEGEL. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet.

Nach SPIEGEL-Informationen ist es vor allem Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, der vor dem Schritt zurückschreckt. Zu komplex scheinen ihm der Zusammenschluss der zwei Großbanken und die damit verbundenen Aufgaben. Auch die Frage, wie die Vermögenswerte der Institute bewertet würden, ist offenbar ein Knackpunkt.

Hinzu kommt, dass es die Befürworter einer Bankenfusion versäumt haben, die Öffentlichkeit vom Sinn des Vorhabens zu überzeugen. Einer Umfrage zufolge war zuletzt etwa die Hälfte der Deutschen gegen die Fusion. Das liegt auch daran, dass bei einem Zusammenschluss bis zu 30.000 Jobs wegfallen dürften. Die Gewerkschaften laufen deshalb seit dem Bekanntwerden der Pläne Sturm. Auch große Investoren der Deutschen Bank, darunter das Emirat Katar und der chinesische Mischkonzern HNA, sehen eine Fusion skeptisch.

Die Reaktion an den Börsen fiel unterschiedlich aus: Die Aktie der Deutschen Bank Chart zeigenlegte leicht zu, um gut ein Prozent. Für die Commerzbank-Papiere ging es dagegen um knapp zwei Prozent nach unten. Offenbar werten die Anleger das Scheitern der Gespräche vor allem als Niederlage für die Commerzbank Chart zeigen.

stk



insgesamt 15 Beiträge
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go-west 25.04.2019
1. Die ausländischen Kaufinteressenten
reiben sich schon die Hände. Unglaublich, wie sich die Deutschen immer wieder selbst in's Knie schießen.
Spiegelleserin57 25.04.2019
2. gut so...
denn wer kann es verantworten dass 23000 Menschen arbeitslos werden. Das wäre der Supergau für unser Land!
Nonvaio01 25.04.2019
3. sehr gut
denn 2mal minus ergibt nicht immer plus. Global player my a***. Es wird Zeit das deutschland sich mal hinterfragt, wir sind ein furz in der welt, ein Land das mehr sein will als es ist, unsere Politiker denken schon deutschland ist der nabel der welt.
Teutonengriller 25.04.2019
4. Was soll das?
Entweder sind die Banken gesund und wachsen über ihr eigenes Geschäft oder sie sind überflüssig? Ich sehe keine Existenzberechtigung für beide Banken. Beide scheren sich einen Dreck um Kunden und wollen viel lieber die schnelle Mark mit Investmentbanking, wenn es ginge? Also wofür brauchen die Deutschen diese Banken? Geldversorgung?können auch Sparkassen oder Zentralbanken übernehmen
Mikrohirn 25.04.2019
5. 30.000 Jobs
Seit Jahrhunderten der selbe Irrtum und das selbe Greinen. Weber, Stellmacher, Maschinenstürmer, Kohlekumpel, Verbrennungsmotorenbauer, ... : Arbeitsplätze, die nichtmehr benötigt werden, sind keine und haben wegzufallen.
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