Deutsche Bank warnt vor Bitcoin "Extrem schwankungsreich und unreguliert"

Die Deutsche Bank warnt vor einer Anlage in Bitcoin. Die Digitalwährung sei "extrem schwankungsreich und unreguliert".
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Foto: DADO RUVIC/ REUTERS

Zahlreiche Banken und Ökonomen haben zuletzt die Digitalwährung Bitcoin schwer kritisiert. Nun warnt auch die Deutsche Bank vor einer Anlage in Bitcoin. "Ich bin verblüfft, wie solche Dinge zu einem Hype werden können", sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank. Auch wenn Bitcoin von der Deutschen Bank genau beobachtet werde, "raten wir von einem Engagement dringend ab", sagte Stephan.

Zwar genössen digitale Zahlungsmittel aktuell große mediale Aufmerksamkeit, Stephan warnte jedoch vor den "enormen Schwankungen", denen etwa Bitcoin unterliege. Am Dienstag war der Bitcoin-Kurs in zwei Stunden um fast 500 Dollar abgestürztund danach fast ebenso schnell wieder in die Höhe geschossen. Grund war eine Sicherheitslücke bei einem Konkurrenten.

Zu Wochenbeginn war die weltweit bekannteste Digitalwährung noch auf einen Höchststand über 8200 US-Dollar gestiegen. Die Rekordjagd wurde nach Einschätzung von Marktbeobachtern vor allem angetrieben, weil Anleger darauf setzen, dass die Digitalwährung künftig an der weltgrößten Terminbörse für Finanzderivate CME in Chicago gehandelt werden kann.

Anders als herkömmliche Währungen werden digitale Währungen, auch Kryptowährungen genannt, nicht von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert. Befürworter schätzen die Freiheit und Anonymität, Kritiker warnen vor Missbrauch, etwa zur Finanzierung krimineller Handlungen.

hej/dpa-AFX
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