Rechtsstreitigkeiten Deutsche Bank muss 1,5 Milliarden Euro zurücklegen

Zum Jahresstart belasten Rechtsrisiken noch einmal kräftig die Bilanz der Deutschen Bank: Im ersten Quartal hat sie rund 1,5 Milliarden Euro zurücklegen müssen.

Gebäude der Deutschen Bank in London: Juristische Probleme
REUTERS

Gebäude der Deutschen Bank in London: Juristische Probleme


Juristische Probleme belasten die Deutsche Bank. Das Finanzinstitut verbucht für Rechtsstreitigkeiten für das erste Quartal 2015 einen Aufwand von rund 1,5 Milliarden Euro, teilte die Bank mit.

"Trotz dieser Kosten wird die Deutsche Bank im ersten Quartal einen Gewinn ausweisen und Erträge auf annäherndem Rekordniveau verzeichnen", heißt es weiter in der Mitteilung. Die Bank ließ offen, für welche Rechtsfälle die Kosten anfallen.

Insider hatten zuletzt berichtet, die Strafe im Skandal um Manipulationen des Leitzinses Libor könne sich auf über 1,5 Milliarden Dollar belaufen. Diese Summe müsse die Bank in einem Vergleich mit den Regulierern in Großbritannien und den USA zahlen.

In den Zinsskandal sind Banken rund um den Globus verstrickt. Nach Erkenntnissen von Regulierern hatten sich einzelne Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor und Euribor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. An solchen Zinssätzen hängen weltweit Geschäfte in einem Volumen von vielen Hundert Billionen Dollar.

bos/dpa/Reuters

insgesamt 32 Beiträge
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kuac 22.04.2015
1. Kein Problem..
So lange der Gewinn grösser ist als die Strafe, werden die Banken so weiter machen.
rt325 22.04.2015
2. geht das nur mir so
oder machen die Banken durch die Bank nur noch Geschäfte die gegen Gesetze verstoßen. Aber es muss sich ja dennoch rechnen... komisches Geschäftsmodell, aber der Staat sagt ja nix - wie immer. Das wundert mich jedenfalls nicht mehr.
Karl_Knapp 22.04.2015
3. Fatal: Die Investmentbanker ruinieren eine ehemals renomierte Bank
Als Kunde dieser Bank frustriert es mich zusehends, dass die Investment-Sparte den Ruf, die Qualität und die Substanz der DB zerstört. Wenn ich dann noch in den vergangenen Tagen von den weiteren Plänen dieser "Manager" lese, vergeht es mir völlig. Die Investment-Banker sind aus meiner Sicht eine Spielart der organisierten Kriminalität - und sollten von der Politik bzw. dem Gesetzgeber auch so behandelt werden. Ich selbst geniere mich mittlerweile, eine meine Deutsche Bank-Karten zu zücken. Man muss sich schämen, offen zu zeigen, dass man dort Kunde ist.
Clausibel 22.04.2015
4. Natürlich zu Lasten der Bundesrepublik Deutschland
Na prima! Amis und Briten kassieren die Geldstrafen und die Deutsche Bank setzt sie in Deutschland dann als Ausgaben von der Steuer ab. Im Endeffekt entgehen dem deutschen Staat dadurch Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.
Inselbewohner, 22.04.2015
5. Glauben Sie mir....
Zitat von rt325oder machen die Banken durch die Bank nur noch Geschäfte die gegen Gesetze verstoßen. Aber es muss sich ja dennoch rechnen... komisches Geschäftsmodell, aber der Staat sagt ja nix - wie immer. Das wundert mich jedenfalls nicht mehr.
...Sie sind nicht allein. Der Staat sagt nix weil er fest in der Hand der Banken ist. Staat und Banken arbeiten Hand in Hand um den Bürger weiter auszuplündern. Gruß HP
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