Deutsche Post DHL erhöht Preise für Fünf-Kilo-Pakete

Wer im neuen Jahr ein Paket bis fünf Kilogramm in einer Filiale der Deutschen Post aufgeben will, wird 50 Cent mehr zahlen müssen. Auch andere Paketdienste erhöhen die Preise.

DHL-Mitarbeiter sortieren Pakete (Archivbild)
DPA

DHL-Mitarbeiter sortieren Pakete (Archivbild)


Die Deutsche Post erhöht zum neuen Jahr das Porto für bestimmte Pakete: Privatkunden, die ein Paket bis fünf Kilogramm in einer Filiale aufgeben, müssen nach Angaben von DHL Paket ab dem ersten Januar 7,49 Euro zahlen. Das sind 50 Cent mehr als der aktuelle Preis. Die letzte Preiserhöhung für Pakete dieser Klasse hat es dem Konzern zufolge 2014 gegeben.

Alle anderen Preise sollen unverändert bleiben, auch der Preis für online frankierte Pakete bis fünf Kilogramm soll weiter 5,99 Euro betragen. Post-Chef Frank Appel hatte bereits zuvor öffentlich über die Erhöhung der Paketpreise nachgedacht, da die Zusteller zu gering bezahlt würden. Außerdem hatte die Deutsche Post im Juni ihre Gewinnprognose um eine Milliarde Euro nach unten korrigieren müssen, nachdem die Personalkosten stärker gestiegen waren als die Umsätze.

Doch nicht nur DHL erhöht die Preise: Bei dem Paketdienst DPD müssen nach Angaben eines Sprechers Privatkunden je nach Paketgröße vom neuen Jahr an zwischen fünf und zehn Prozent mehr zahlen. Bei Hermes ist noch nicht abschließend über eine Preiserhöhung für Privatkunden entschieden. "Es ist aber davon auszugehen, dass sich mittelfristig etwas bewegen wird", sagte ein Firmensprecher.

Auch Firmenkunden müssen mehr für Pakete zahlen

Der Paketversand wird jedoch auch für Unternehmen teurer: Die individuell vereinbarten Konditionen mit Firmenkunden sollen zum neuen Jahr überdurchschnittlich ansteigen, hatte die Deutsche Post bereits im September mitgeteilt. Der zweitgrößte Paketdienst Hermes hatte schon im vergangenen Frühjahr die Preise für Firmenkunden um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöht. Weitere Anhebungen sollen folgen. Bei DPD müssen Geschäftskunden im neuen Jahr 6,5 Prozent mehr zahlen.

Die Branche erwartet in den kommenden Jahren einen weiteren Anstieg der in Deutschland verschickten Pakete. Die Deutsche Post geht bis 2020 von einer Zunahme um etwa fünf bis sieben Prozent pro Jahr aus. In den ersten neun Monaten 2018 waren bei der Post in Deutschland 1,047 Milliarden Pakete aufgegeben worden - ein Plus von 8,4 Prozent.

Das anhaltende Wachstum stellt die Paketdienste vor große Probleme bei der Suche nach neuen Fahrern. "Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt", hatte Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky kürzlich dem "Hamburger Abendblatt" gesagt. Seinem Unternehmen seien im Laufe des Jahres rund 1000 Fahrer von Konkurrenten abgeworben worden, die besser zahlen könnten.

kko/dpa



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