Plastikverpackungen Post reagiert auf Kritik von 19-Jährigem

Millionen Haushalte erhalten die Werbepostille "Einkauf aktuell" der Post - stets eingeschweißt. Nachdem ein 19-Jähriger per Petition gegen die Folie protestierte, testet der Konzern Alternativen. Ein kompletter Verzicht scheint aber unwahrscheinlich.
Verpackungskritiker Lehner: Fast 140.000 Unterstützer gefunden

Verpackungskritiker Lehner: Fast 140.000 Unterstützer gefunden

Foto: Walter Geiring/ dpa

Bonn - Nach öffentlicher Kritik hat die Deutsche Post   angekündigt, die Plastikverpackung ihres Werbemagazins "Einkauf aktuell" zu überdenken. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers sollen zwei bis drei Alternativen zur bisherigen Umhüllung der Postwurfsendung getestet werden. Das sei auch Konsens eines Runden Tischs gewesen, bei dem sich die Post zuvor mit Kritikern getroffen hatte.

Der 19-jährige Fabian Lehner hatte im Internet eine Petition gegen die Plastikumhüllung gestartet und dafür knapp 140.000 Unterstützer gefunden. Die Post-Werbung wird an fast 21 Millionen Haushalte in Deutschland verteilt.

Besonders positiv wurde dem Sprecher zufolge der Vorschlag einer Folie aufgenommen, die zur Hälfte aus wiederverwertetem Plastik besteht. Erste Tests seien gut verlaufen, im Januar werde es neue Gespräche dazu geben. Ob die Post sogar ganz auf die Folie verzichten könne, müsse sich aber erst zeigen. Der Kunde wünsche "eine saubere, ordentliche Umhüllung".

dab/dpa/AFP