Quartalszahlen US-Boom bringt Telekom Gewinne

Die Deutsche Telekom hat ihr Quartalsergebnis dank des boomenden US-Geschäfts weiter verbessert. Weil die US-Tochter T-Mobile scharenweise Neukunden gewinnt, stieg der operative Gewinn um 13 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
T-Mobile-Filiale in Los Angeles: Scharenweise Neukunden im US-Geschäft

T-Mobile-Filiale in Los Angeles: Scharenweise Neukunden im US-Geschäft

Foto: FRED PROUSER/ REUTERS

Die Deutsche Telekom hat auch im abgelaufenen Quartal weiter vom Wachstum bei der US-Mobilfunktochter profitiert. Die stark wachsende T-Mobile US und der schwache Euro konnten Schwächen in Europa und im Heimatmarkt Deutschland ausbügeln. Im dritten Quartal legten Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig zu, wie der Dax-Konzern in Bonn mitteilte.

Die Erlöse kletterten konzernweit um 9,3 Prozent auf gut 17 Milliarden Euro. Das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um knapp 13 Prozent zu auf rund 5,2 Milliarden Euro. Unter dem Strich erzielten die Bonner 800 Millionen Euro Gewinn, knapp 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Vorstand bekräftigt die bisherige Geschäftsaussichten. Das bereinigte Ebitda solle 2015 bei konstanten Wechselkursen 18,3 Milliarden Euro erreichen nach 17,6 Milliarden Euro im Vorjahr.

Mit den Zahlen schnitten die Bonner beim Umsatz etwas schwächer ab als am Markt erwartet wurde - das war auch schon bei den vor einer Woche von T-Mobile US vorgelegten Zahlen der Fall. Die US-Tochter bietet seit einigen Monaten Endgeräte neben den üblichen Ratenverträgen auch zum Mieten an. Dabei werden die Umsätze erst nach und nach verbucht. Beim operativen Ergebnis lag die Telekom etwas besser als gedacht.

Die US-Tochter hat bereits ihre Zahlen vorgelegt. Die Trends blieben die gleichen: Die Kunden wechseln reihenweise zum Bonner Konzern, US-Chef John Legere erhöhte zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose für die neuen Vertragskunden. Beim Gewinn hingegen wurde er nicht optimistischer, was für etwas Enttäuschung an der Wall Street sorgte. In dieser Woche wurde einmal mehr deutlich, dass der Wachstumskurs in den USA durchaus seinen Tribut erfordert: Die US-Sparte nahm über eine Anleihe zwei Milliarden Dollar neue Schulden auf, unter anderem steht im kommenden Jahr erneut eine teure Frequenzauktion in den USA an.

Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) sei im dritten Quartal um 13 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz zog um neun Prozent auf 17,1 Milliarden Euro an. Analysten hatten bei 17,24 Milliarden Euro Umsatz mit einem Ebitda von 5,2 Milliarden Euro gerechnet. Die amerikanische Telekom-Tochter T-Mobile US lockt seit zwei Jahren scharenweise neue Kunden und stieg im Sommer zum drittgrößten US-Mobilfunkanbieter auf.

nck/Reuters/dpa
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