Boni- und Gehaltspaket bei T-Mobile US-Telekom-Manager ist Top-Verdiener im Konzern

John Legere, Chef der US-Tochter der Deutschen Telekom, hatte im vergangenen Jahr einen außerordentlich guten Lauf. Dank Prämien und Aktien-Boni verdiente er deutlich mehr als Konzernboss Tim Höttges.
John Legere

John Legere

Foto: Steve Marcus/ REUTERS

John Legere, Chef von T-Mobile in den USA, profitiert finanziell außerordentlich von den jüngsten Erfolgen seines Unternehmens. Der 58-Jährige hat 2016 insgesamt 20,1 Millionen Dollar erhalten. Die Summe setzt sich aus einem Festgehalt, erfolgsabhängigem Bonus und Aktien zusammen, wie das Unternehmen mitteilte.

Damit gehört Legere zu den am besten verdienenden amerikanischen Managern überhaupt - und liegt weit über den Vergütungen anderer Telekom-Topmanager. So erhielt Konzernchef Tim Höttges zuletzt 4,3 Millionen Euro (4,6 Millionen Dollar).

T-Mobile US war in den letzten Jahren deutlich schneller gewachsen als seine Wettbewerber und konnte den Börsenwert auf gut 56 Milliarden Dollar steigern. Im anstehenden Fusionspoker auf dem US-Markt versetzt dies Höttges in eine vorteilhafte Ausgangsposition.

Als für die Telekom attraktivste Option gilt eine Übernahme des Wettbewerbers Sprint, der sich im Besitz der japanischen Softbank befindet, heißt es in Aufsichtsratskreisen der Telekom. Das Bonner Unternehmen hält knapp 65 Prozent an T-Mobile US.

Legere soll die Fusion managen und hat inzwischen eine Vertragsverlängerung erhalten. Gleichzeitig wurde seine fixe Jahresvergütung im März um 3,5 Millionen Dollar angehoben.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung des Beitrags stand, Legere habe gut 45 Millionen Dollar verdient. Die Zahl ist falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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