EU streicht Umlage-Befreiung Strom wird teurer für viele Firmen, Schulen und Kliniken

Betreiber von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung konnten bislang viel Geld bei der Stromrechnung sparen, sie zahlen weniger Ökostrom-Umlage. Dagegen geht nun Brüssel vor. Die Industrie rechnet mit 10.000 Betroffenen.

Kinder auf einem Schulhof (Symbolbild)
DPA

Kinder auf einem Schulhof (Symbolbild)


Für Tausende mittelständische Betriebe, aber auch für viele Schulen, Schwimmbäder oder Krankenhäuser steigt ab Januar überraschend die Stromrechnung. Die Europäische Union habe diesen Firmen die Befreiung von der Ökostromumlage gestrichen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung": Neuanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Strom und Wärme zum Eigenverbrauch erzeugen, darf die Befreiung in Höhe von 60 Prozent demnach nicht mehr gewährt werden.

Die Betreiber solcher Anlagen müssen dann den vollen Satz von 6,8 Cent je Kilowattstunde für selbst genutzten Strom zahlen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet mit insgesamt bis zu 10.000 Fällen. Die Bundesregierung bemühe sich um Schadensbegrenzung, berichtete die "FAZ".

KWK-Anlagen erzeugen zugleich Strom und Wärme und gelten als besonders energieeffizient und klimafreundlich. Solche Anlagen gibt es sowohl im industriellen Stil in Form von Großkraftwerken als auch in kleinerer Form in Wohnanlagen, Mehr- und teilweise auch Einfamilienhäusern. Kleine KWK-Anlagen werden auch Blockheizkraftwerke genannt.

beb/dpa



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