Konjunktur Deutschlands Exporte legen nur leicht zu

Deutsche Firmen haben im Juli 0,3 Prozent mehr Waren als im Vormonat ins Ausland verkauft. Volkswirte hatten allerdings einen deutlicheren Anstieg erwartet.

Containerschiff im Hamburger Hafen
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Containerschiff im Hamburger Hafen


Der deutsche Außenhandel hat im Juli nicht so stark zugelegt wie erwartet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts exportierten Deutschlands Firmen im Vergleich zum Vormonat 0,3 Prozent mehr Waren. Volkswirte waren jedoch von einem Zuwachs von 1,0 bis 1,1 Prozent ausgegangen.

Die Unternehmen setzten Waren im Wert von 106,8 Milliarden Euro im Ausland ab - das waren 1,2 Prozent mehr als im Juni 2015. Die Exporte in die EU-Länder stiegen um 2,3 Prozent. Die Nachfrage aus der Währungsunion nahm jedoch nur um 0,1 Prozent zu. Die Ausfuhren in die Staaten außerhalb der Europäischen Union - wie etwa in die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China - schrumpften um 0,4 Prozent.

Die deutschen Importe legten im Juni einen Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg von 0,4 bis auf 0,6 Prozent erwartet. Die Exporte übertrafen die Importe kalender- und saisonbereinigt um 21,7 Milliarden Euro.

Die deutschen Exportdaten für Juni stützen damit das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal nur leicht. Das Bundesamt wird am Freitag eine erste Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Monaten April bis Juni veröffentlichen.

brk/dpa/Reuters



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