Sorge um Konjunktur Deutsche Industrie meldet überraschend Minus beim Auftragseingang

Neuer Dämpfer für die deutsche Wirtschaft: Während Experten einen leichten Anstieg der Neuaufträge erwartet haben, rutschte der Auftragseingang tatsächlich aber deutlich ins Minus.
Siemens-Turbinen-Werk (Archiv)

Siemens-Turbinen-Werk (Archiv)

Foto: imago/IPON

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat im Dezember überraschend einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich sei er um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Analysten hatten hingegen im Schnitt mit einen leichten Anstieg des Auftragseingangs um 0,3 Prozent gerechnet.

Allerdings war der November-Dämpfer beim Auftragseingang schwächer ausgefallen als bisher bekannt. Das Bundesamt revidierte den damals zunächst registrierten Rückgang von 1,0 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im Dezember laut Bundesamt um 7,0 Prozent.

Auch Deutschlands Maschinenbauer haben zum Jahresende 2018 die Verunsicherung der Kunden zu spüren bekommen. Die Bestellungen lagen im Dezenber acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Im Gesamtjahr verbuchte die exportorientierte Industrie bereinigt um Preiserhöhungen ein Plus von fünf Prozent.

Die Dynamik habe sich im Jahresverlauf zunehmend ins Inlandsgeschäft verlagert, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. "Das ist eine positive Entwicklung, da die Bestellungen aus dem Ausland ohnehin schon auf hohem Niveau waren". Sorgen bereiten der Branche unter anderem der Handelskonflikt zwischen den USA und China.

beb/dpa
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