Kursmanipulation Devisenskandal kostet Banken weitere zwei Milliarden Dollar

Die Manipulationsversuche internationaler Banken waren zahlreich. Nun müssen sie dafür eine neue Rechnung zahlen: Neun Institute stimmten einem Vergleich zu - von mehr als zwei Milliarden Dollar.  
HSBC-Logo an einem Filialgebäude: Zahltag

HSBC-Logo an einem Filialgebäude: Zahltag

Foto: PAULO WHITAKER/ REUTERS

Der Skandal um manipulierte Devisenkurse kommt internationale Großbanken immer teurer zu stehen. Neun Geldhäuser müssen im Rahmen eines Vergleichs mit Investoren insgesamt rund zwei Milliarden Dollar bezahlen, teilten Anwälte, die einige der Investoren vertreten, mit.

Zu den betroffenen Geldhäusern zählen unter anderen HSBC, Barclays, BNP Paribas und Goldman Sachs. Es wurde zunächst nicht bekannt, welche Summe auf jedes einzelne Kreditinstitut entfällt. Ein Insider sagte, dass Goldman Sachs 129,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen müsse. Bei den Banken war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Einigung ist vorläufig und muss noch von einer US-Richterin bestätigt werden.

Die Banken sollen am bislang wenig überwachten Devisenmarkt, an dem täglich fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, getrickst haben. Die Ermittler sahen es als erwiesen an, dass Händler in den betroffenen Instituten versucht haben, an wichtigen Kursen zu schrauben, um Gewinne einzustreichen.

Im Mai mussten in dem Devisenskandal fünf Geldhäuser zusammen 5,7 Milliarden Dollar an die US-Behörden bezahlen. An dem jüngsten Vergleich waren die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland, sowie JP Morgan und Citigroup aus den USA beteiligt.

bos/Reuters