Dieselvergleich Volkswagen und Verbraucherschützer verhandeln wieder

Vergangene Woche hatte Volkswagen die Gespräche über einen Vergleich abgebrochen. Jetzt wollen der Autohersteller und Verbraucherschützer unter richterlicher Aufsicht doch wieder miteinander reden.
VW-Dieselmotor (Archivbild): Verbraucherschützer und VW wollen weiter verhandeln

VW-Dieselmotor (Archivbild): Verbraucherschützer und VW wollen weiter verhandeln

Foto: Julian Stratenschulte/DPA

Volkswagen und Verbraucherschützer verhandeln im Streit über die Entschädigung von Hunderttausenden VW-Dieselbesitzern vor Gericht weiter. Laut Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig haben beide Seiten sich zu weiteren Verhandlungen entschlossen. Dort wird bereits die Musterfeststellungsklage mehrerer Hunderttausend Dieselfahrer gegen VW wegen zu hoher Abgaswerte ihrer Fahrzeuge verhandelt.

"Auf Anraten des Gerichts" wollten die Streitparteien nun vor einem sogenannten Güterichter wieder miteinander reden, hieß es. Dieser soll die Gespräche als eine Art Schlichter moderieren. Die Verhandlungsführung übernehme auf Antrag beider Parteien der Präsident des OLG, Wolfgang Scheibel.

In der vergangenen Woche hatten Volkswagen und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) ihre außergerichtlichen Beratungen über Entschädigungen für Dieselfahrer abgebrochen. Volkswagen hatte die Verhandlungen für gescheitert erklärt und das mit ungerechtfertigt hohen Honorarforderungen der Anwälte des vzbv begründet. Die Verbraucherschützer wiesen den Vorwurf zurück.

Der Konzern beschloss daraufhin, den Kunden selbst ein Angebot mit einer Gesamtsumme von rund 830 Millionen Euro zu machen.

brt/dpa/Reuters