Ex-VW-Chef Martin Winterkorn bereitet Erklärung zur Dieselaffäre vor

Bisher hat der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn in der Dieselaffäre zu den Betrugsvorwürfen gegen ihn geschwiegen. Nun will er sich seinem Anwalt zufolge äußern.

Martin Winterkorn (Archivbild)
REUTERS

Martin Winterkorn (Archivbild)


Der frühere VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn plant einem Medienbericht zufolge, zu den Vorwürfen der Ermittler in der Dieselaffäre gegen ihn Stellung zu beziehen. "Wir sind gegenwärtig damit befasst, gemeinsam mit unserem Mandanten eine Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen für die Staatsanwaltschaft vorzubereiten", sagte sein Anwalt dem "Handelsblatt".

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt in der Dieselaffäre bei VW wegen Betrugs, unerlaubter Werbung sowie Marktmanipulation gegen Winterkorn. Der Manager wolle im weiteren Verlauf auch "zu den Einzelheiten vortragen", zitiert die Zeitung den Anwalt.

Winterkorn wird von Zeugen vorgeworfen, im Abgasskandal bei VW bereits früh von Abgasmanipulationen gewusst zu haben - nach SPIEGEL-Informationen könnte er bereits 2007 involviert gewesen sein. Anderen Zeugenaussagen zufolge soll Winterkorn spätestens bei einem sogenannten Schadenstisch am 27. Juli 2015 informiert worden sein. Winterkorn hatte diese Veranstaltung ins Leben gerufen, um Missstände und Fehler zu besprechen.

VW hat bislang stets behauptet, der Abgasbetrug sei das Werk einiger Ingenieure der mittleren Ebene und die Führungsebene habe erst am 18. September 2015 davon erfahren, als US-Behörden die Sache öffentlich machten.

Bisher schwieg Winterkorn gegenüber den Strafverfolgern zu den Vorwürfen gegen ihn. Dem "Handelsblatt" zufolge haben seine Anwälte seit Sommer 2018 Akteneinsicht, dies hätten sie zu einer Bedingung für eine Äußerung Winterkorns gemacht.

kko



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