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29. Januar 2014, 15:14 Uhr

Discounter

Lidl nimmt Coca-Cola wieder ins Sortiment

Lidl und der Getränkehersteller Coca-Cola legen ihren Streit bei. Ab sofort finden die Kunden wieder die braune Brause im Regal des Discounters. Das Kräftemessen der Konzerne hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

Neckarsulm - Nach nur einer Woche ist der Limo-Konflikt bei Lidlvorerst beendet: Die verbannte Coca-Cola soll in die Verkaufsregale zurückkehren, erklärte der Neckarsulmer Discounter. Von Anfang März an werde die Limonadeaus dem US-amerikanischen Atlanta wieder in allen Filialen erhältlich sein. Offen ließen aber Lidl und Coca-Cola, ob auch andere Produkte aus dem Angebot des Herstellers wieder in den Läden zu finden sein werden - also beispielsweise die MarkenFanta und Sprite.

Lidl hatte die Getränke erst in der vergangenen Woche aus den Regalen geworfen. Eine Sprecherin des US-Konzerns hatte erklärt, die Unternehmen hätten sich "nicht auf ein gemeinsames Vermarktungskonzept" einigen können. Beide Seiten verhandelten danach jedoch weiter, um die bisherige Zusammenarbeit fortzusetzen.

Der tatsächliche Grund für die Auseinandersetzung ist ein wenig schwerwiegender: Die Brause aus dem US-amerikanischen Atlanta spielte in den vergangenen Monaten eine Schlüsselrolleim Preiskrieg des deutschen Einzelhandels. Nachdem Discount-Marktführer Aldivor mehr als einem Jahr begonnen hatte, außer der billigen Eigenmarke auch Coca-Cola zu verkaufen, hatten Wettbewerber wie Lidlund Rewefast wöchentlich die Chance genutzt, mit Sonderangeboten den Aldi-Festpreis von zuletzt 89 Cent für die 1,25 Liter-Flasche zu unterbieten.

Die Eskalation des Konflikts kam nicht überraschend

Coca-Cola war dieser Preisverfall bei seinem wichtigsten Produkt in Deutschland nicht recht. Nach Informationen des Fachblatts "Lebensmittel Zeitung" verlangte der Konzern in diesem Jahr von seinen Kunden trotz der oft niedrigen Regalpreise mehr Geld für seine Produkte. Die jüngste Eskalation des Konflikts kam daher wenig überraschend.

Ein endgültiges Ausscheiden der US-Brause aus Lidl-Regalen galt Fachleuten jedoch als unwahrscheinlich: Der Handelsexperte Matthias Queck vom Marktinformationsdienst Planet Retail etwa hatte spekuliert, dass Lidl es darauf zwar ankommen lasse, ein paar Wochen ohne Coca-Cola dazustehen, um seine Macht zu zeigen. Markennamen wie Coca-Cola steigerten jedoch die Attraktivität für Kunden und kurbelten die Umsätze an. Die Lidl-Gruppe, zu der auch Kaufland gehört, hatte erst kürzlich Metro als größten Handelskonzern in Deutschland abgelöst.

mxw/mik/dpa

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