Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn heuert bei russischer Bank an

Nach der Sex-Affäre war es lange Zeit ruhig um ihn, nun nimmt Dominique Strauss-Kahn einen neuen Posten an. Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds wird Aufsichtsrat bei einer Tochterbank des russischen Staatskonzerns und weltgrößten Ölproduzenten Rosneft.

Strauss-Kahn (April 2012): Künftig Aufsichtsrat in Russland
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Strauss-Kahn (April 2012): Künftig Aufsichtsrat in Russland


Moskau - Dominique Strauss-Kahn wird künftig eine Tochter des russischen Staatskonzerns Rosneft beaufsichtigen. Gut zwei Jahre nach seinem Rücktritt als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen einer Sexaffäre wechselt der 64-Jährige in den Aufsichtsrat der Russian Regional Development Bank, wie aus einer Mitteilung an Aufsichtsbehörden hervorgeht. Rosneft ist - zumindest gemessen an der Produktionsmenge - der größte Ölkonzern der Welt.

Der Franzose hatte sich in jüngster Zeit wieder etwas häufiger in der Öffentlichkeit gezeigt und mehrere Interviews gegeben, nachdem es zuvor recht lange ruhig um ihn war. Bis zu der Affäre vor gut zwei Jahren galt Strauss-Kahn als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der französischen Linksparteien auf die Präsidentschaft.

Doch im Mai 2011 erschütterte der Skandal die Reputation Strauss-Kahns. Wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung eines Zimmermädchens wurde er in New York festgenommen, wenig später trat er von der Spitze des IWF zurück. Strauss-Kahn beteuerte, der Sex mit dem Zimmermädchen sei einvernehmlich gewesen.

Ein Strafverfahren in New York wurde bereits im Jahr 2011 nach erheblichen Zweifeln an den Aussagen der Frau wieder eingestellt. Allerdings hielt sie ihre Zivilklage zunächst aufrecht, bis sie sie im Dezember 2012 im Gegenzug gegen eine Geldzahlung fallen ließ. Auch ein Strafverfahren in Frankreich wegen des Verdachts bandenmäßiger Zuhälterei scheint glimpflich für Strauss-Kahn auszugehen - die Staatsanwaltschaft selbst hat sich für eine Einstellung ausgesprochen. Daher war über ein Comeback Strauss-Kahns jüngst vermehrt spekuliert worden.

fdi/Reuters



insgesamt 39 Beiträge
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Seite 1
flüchtig 15.07.2013
1. Jetzt nur kein Neid!
Es gibt nun mal Menschen die immer ein bisschen schlauer sind als andere! Wir freuen uns alle mit ihm über diese große Chance! .....
brux 15.07.2013
2. -----------------
Damit sollte DSK's Zugang zu hochwertigen Prostituierten dauerhaft gesichert sein. Der Mann weiss eben wirklich, was er braucht. Wir hingegen brauchen ihn nicht.
ottohuebner 15.07.2013
3. wer geld und ..........
die "elite" (heute ja wohl ein schimpfwort) hat halt geld und einfluss und kann so so ziemlich alles machen was sie (die "elite") will. leider ......
MarinaPaulina 15.07.2013
4. alle fiesen Franzosen nach Russland
nach dem alkoholsüchtigen Dépardieu sieht nun auch der sexsüchtige Strauss-Kahn in Russland die Rettung. Aber dass dieser Widerling auch noch einen Job bekommt ist für mich nicht nachvollziehbar.
frontmann22 15.07.2013
5. es ist bedauerlich ...
Zitat von bruxDamit sollte DSK's Zugang zu hochwertigen Prostituierten dauerhaft gesichert sein. Der Mann weiss eben wirklich, was er braucht. Wir hingegen brauchen ihn nicht.
... aber genau das habe ich auch sofort gedacht. Hoffentlich verdienen die Frauen wenigstens gut.
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