Sturer Präsident 164 Konzernchefs bitten Trump um Machtübergabe an Biden

Von Mastercard bis Goldman Sachs: Eine Gruppe von Topgeschäftsleuten hat sich an Donald Trump gewandt – und ein Eingeständnis der Niederlage gefordert. Darunter sind auch republikanische Spender.
Weißes Haus: Noch immer kein Zeichen von Einlenken beim US-Präsidenten

Weißes Haus: Noch immer kein Zeichen von Einlenken beim US-Präsidenten

Foto: KEN CEDENO / REUTERS

Heute vor drei Wochen haben die USA gewählt, das Ergebnis steht seit langer Zeit. Nur im Weißen Haus will man das nicht so recht wahrhaben. Donald Trump weigert sich, die Pleite gegen Joe Biden öffentlich einzugestehen. Er geht weiter den Rechtsweg, auch wenn seine Anwälte derzeit reihenweise Niederlagen hinnehmen müssen. Der Druck auf Trump wächst allerdings mit jedem Tag seiner Blockade. Nachdem sich zuletzt mehr als 100 Parteifreunde in einer Erklärung an ihn gewandt haben, kommt nun ein ähnlicher Appell aus der Geschäftswelt.

Wie die »Washington Post« berichtet , gibt es einen Brief von 164 hochrangigen Businessleuten an den Präsidenten. Unter den Unterzeichnern finden sich die Chefs von zahlreichen Milliardenkonzernen. In dem Schreiben fordern sie den Noch-Präsidenten auf, die Übergabe der Amtsgeschäfte an den Bald-Präsidenten endlich einzuleiten.

Noch sträubt sich Trump mit Verweis auf die zahlreichen laufenden Verfahren gegen diesen wichtigen Schritt. Die sogenannte Transition ist immens wichtig, um einen möglichst reibungslosen Start der neuen Regierung nach der Vereidigung von Biden am 20. Januar zu ermöglichen. Gerade mit Blick auf die eskalierende Corona-Pandemie verliert Biden im Moment wertvolle Zeit.

Spender der Partei unter den Unterzeichnern

Darauf weisen auch die Business-Leader in ihrem Schreiben hin. Die Verzögerungen würden ein Risiko für das Land bedeuten, zitiert die »Washington Post«: »An jedem Tag der Verzögerung in der Übergabe wird unsere Demokratie geschwächt, sowohl in den Augen unserer Bürger als auch im Ansehen unseres Landes in der Welt.« Das Zurückhalten von Informationen und Ressourcen bedeute eine Gefahr für die Gesundheit sowohl der Bürger als auch der Wirtschaft ebenso wie für die Sicherheit des Landes.

Unter den Unterzeichnern des Briefs finden sich prominente Geschäftsleute wie Mastercard Chief Executive Ajay Banga, Goldman Sachs Chairman und CEO David M. Solomon sowie Condé Nast CEO Roger Lynch. Die Zeitung machte klar, dass zu den Unterzeichnern auch Großspender der republikanischen Partei gehörten.

jok
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