Foxconn Apple-Zulieferer erfreut Trump mit Zehn-Milliarden-Plan

Der taiwanische Elektronikhersteller Foxconn will mehr als zehn Milliarden Dollar in den USA investieren und seine gesamte Lieferkette dorthin verlagern. Das wäre ein Triumph für die Handelspolitik von Donald Trump.

Foxconn-Fabrik in China (Archivbild)
REUTERS

Foxconn-Fabrik in China (Archivbild)


Der taiwanische Elektronikhersteller Foxconn will mehr als zehn Milliarden Dollar in die US-Produktion stecken. Allein mehr als sieben Milliarden Dollar sollten in ein Werk zur Herstellung von Displays fließen, sagte Unternehmenschef Terry Gou auf der Jahreshauptversammlung. Es gehe nicht nur um ein Werk, sondern um die Verlagerung der gesamten Lieferkette in die USA.

In seinen chinesischen Fabriken beschäftigt Foxconn rund eine Million Menschen. Die Taiwaner sind ein Hauptzulieferer für Apple Chart zeigen , zu den weiteren Kunden gehören Sony Chart zeigen und Blackberry Chart zeigen. In den USA ist Foxconn bereits im Bundesstaat Pennsylvania aktiv.

Die Pläne für den Bau eines Werks hatte Foxconn bereits zu Jahresbeginn enthüllt. Seitdem bemühen sich zahlreiche Bundesstaaten um die Investition. Gou sagte, das Unternehmen sei im Kontakt mit dem Weißen Haus und erwarte einen Beschluss der Verhandlungen bis Ende Juli oder Anfang August. Die erste Investitionsvereinbarung werde mindestens drei Staaten umfassen, mindestens drei weitere könnten später folgen.

Namentlich nannte Gou Ohio, Pennsylvania, Michigan, Illinois, Wisconsin, Indiana und Texas, ohne weitere Details zu nennen. Im Januar hatte er Pennsylvania als Favorit für das Werk genannt. Dieses soll in Zusammenarbeit mit dem japanischen Hersteller Sharp Chart zeigen entstehen, den Foxconn im vergangenen Jahr übernahm.

Sollte die Bildschirmfabrik gebaut werden, wäre dies ein großer Erfolg für US-Präsident Donald Trump. Er hatte im Wahlkampf versprochen, den Niedergang der Industrie im mittleren Westen des Landes aufzuhalten. Unternehmen wie BMW drohte er mit empfindlichen Zöllen, falls Produkte für den US-Markt in Mexiko herstellen.

dab/dpa/AP



insgesamt 39 Beiträge
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Seite 1
Tante_Frieda 22.06.2017
1. Siegt Frechheit?
Es stellt sich die Frage,ob sie nun doch alle vor Trump kuschen,am Ende also doch die Frechheit des Auftrumpfens siegt,oder ob die Foxconn-Fabriken schon länger geplant waren.Einen gewissen zeitlichen Vorlauf braucht ein derartiges Vorhaben ja.Selbst wenn die Betriebe in den USA gebaut werden,ist es nicht ausgemacht,dass darin so viele Menschen beschäftigt werden,wie die derzeitige US-Administration sich das vorstellt.
Teigkonaut 22.06.2017
2. Dem Wähler verpflichtet
Während unsere Politiker noch das hohe Lied von der Globalisierung singen hat die Trump-Regierung die Wende eingeläutet. Konsequent, denn die neue US-Regierung fühlt sich vor allem den eigenen Wählern verpflichtet. Was spricht eigentlich dagegen Produkte in dem Markt zu produzieren wo sie auch abgesetzt werden? Die Umwelt dürfte hieran keinen Schaden nehmen, wenn die Lieferkette sich verkürzt. Jetzt werden die Globalisierungs-Fans wieder einwenden: Ja, aber dann werden die iPhones teurer,...
Aberlour A ' Bunadh 22.06.2017
3. Foxconn
Der Garant für miese Löhne und unterirdische Arbeitsbedingungen. Werden die höheren Regionen der zukünftigen Fabrikgebäude in den USA auch mit selbstmordsichernden Netzen versehen?
Nigeria Inkasso 22.06.2017
4.
Präsident Trump, ein echter Mann der Tat.
kinglouis56 22.06.2017
5. Produktionskosten
Auf der Basis chinesischer Lohntarife? Sonst lässt sich das Zeug wohl nicht verkaufen
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