Wegen Importzöllen Trump streicht Indien Handelsvorteile in Milliardenhöhe

Die USA stuften Indien bisher als Entwicklungsland ein und gewährten dem Land einen Sonderstatus in Handelsfragen. Damit ist nun Schluss.

Evan Vucci/DPA

US-Präsident Donald Trump streicht Indien Zollvergünstigungen beim Handel mit den USA. Vom 5. Juni an werde die bisherige Sonderbehandlung Indiens im Rahmen eines Handelsprogramms für Entwicklungsländer beendet, kündigte Trump in einer Erklärung an.

Indien biete den USA keinen "gerechten und angemessenen" Zugang zu seinen Märkten, begründete der US-Präsident den Schritt. Daher werde dem Land der zollfreie Export ausgewählter Waren in die USA, der mit dem bisherigen Sonderstatus verbunden war, künftig nicht mehr gewährt. Indien gehen damit Exportvergünstigungen im Wert von 5,6 Milliarden Dollar verloren.

Bisher konnte Indien 2000 Produkte zollfrei in die USA exportieren

Wegen der erforderlichen 60-Tage-Frist habe Trump Neu-Delhi und den US-Kongress bereits am 4. März über seine Entscheidung informiert. Das 1976 eingeführte Programm hat das Ziel, das Wirtschaftswachstum ausgewählter Entwicklungsländer zu fördern und gestattet ihnen, circa 2000 Textil- und Industrieprodukte zollfrei in die USA auszuführen. Trump hatte Indien jedoch wiederholt wegen hoher Importzölle kritisiert.

Indiens Regierung reagierte enttäuscht auf die Ankündigungen Trumps. Bemühungen, den USA entgegenzukommen, seien nicht akzeptiert worden, teilte das Handelsministerium mit.

ene/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.