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18. April 2017, 19:34 Uhr

Trump-Liebling Goldman Sachs

Gewinn verdoppelt, Aktie bricht ein

Zwei Milliarden Dollar Gewinn - doppelt so viel wie vor einem Jahr: Was sich nach einem grandiosen Ergebnis anhört, reicht für Goldman Sachs nicht aus. Der Aktienkurs stürzt um fünf Prozent ab.

So schlimm hat es die Goldman-Sachs-Aktie zuletzt am 24. Juni 2016 erwischt, dem Tag nach dem Brexit-Referendum: Mehr als fünf Prozent lag die Aktie am Dienstag zeitweise im Minus.

Grund dafür waren die Geschäftszahlen der ersten drei Monate 2017, die deutlich schlechter ausfielen als von Analysten vorhergesagt. Der Gewinn verdoppelte sich zwar im Vergleich zum Jahresstart 2016 auf 2,3 Milliarden Dollar. Das Wall-Street-Haus tat sich im Handelsgeschäft aber überraschend schwer und enttäuschte so die hohen Erwartungen.

Die Zahlen und der Kurseinbruch sind ein Rückschlag für Goldman Sachs , weil die Bank spätestens seit dem Wahlsieg von Donald Trump im vergangenen Herbst zu den absoluten Börsenlieblingen gehört hatte. Von Anfang Oktober bis Anfang März war der Aktienkurs um mehr als 55 Prozent gestiegen. Zuletzt schwächelte die Aktie etwas.

Viele Anleger hoffen aber noch immer, dass die US-Banken - und besonders Goldman Sachs - vom Kurs des neuen US-Präsidenten profitieren werden. Immerhin hat Trump mit Steven Mnuchin und Gary Cohn zwei Ex-Goldman-Banker zum Finanzminister und Top-Wirtschaftsberater gemacht. Zudem will er die nach der letzten großen Bankenkrise verschärften Regeln für die Investmentbranche wieder lockern.

stk/dpa/Reuters

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