Nach Sanktionen Trump will Lieferungen von US-Unternehmen an Huawei wieder erlauben

Kommt nach den Gesprächen zwischen Donald Trump und Xi Jinping auch eine Wende im Handelsstreit zwischen Huawei und den USA? Auf dem G20-Gipfel stellte der US-Präsident ein Ende der Wirtschaftsblockade in Aussicht.

Huawei-Logo an einem Laden in Peking
FRED DUFOUR/AFP

Huawei-Logo an einem Laden in Peking


US-Präsident Donald Trump zeigt sich auf dem G20-Gipfel zu Kompromissen bereit: Er will Lieferungen von US-Unternehmen an den chinesischen Telekomriesen Huawei wieder zulassen. In Osaka habe er Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zugesagt, dass technologische Produkte weiterhin an Huawei verkauft werden dürften, sagte Trump nach Abschluss des Gipfels.

Der Konzern steht wegen der US-Sanktionen massiv unter Druck. Vergangene Woche reichte das Unternehmen Klage gegen das Handelsministerium in Washington ein. Laut Klageschrift geht es um Telekomausrüstung, die das Unternehmen aus China in ein Testlabor in Kalifornien befördert hatte und von dort wieder in die Volksrepublik zurückbringen wollte. Nach Darstellung von Huawei wurde die Ladung aber von der US-Regierung in Alaska beschlagnahmt.

Die US-Regierung hatte Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie nach eigenen Angaben fürchtet, die Technologie des Konzerns könnte zur Spionage verwendet werden. Damit ist es US-Firmen untersagt, mit dem Unternehmen Geschäfte zu machen. Huawei hat die Vorwürfe zurückgewiesen, es helfe dem chinesischen Staat bei Ausspähungen.

sen/dpa

insgesamt 13 Beiträge
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123rumpel123 29.06.2019
1. noch ziemlich unklar
Die Aussagen zu Huawei sind noch etwas nebelig. Das Huawei explizit von der "schwarzen Liste" gestrichen wurde, konnte ich den Äusserungen in der Pressekonferenz nicht entnehmen. Allerdings sprach Trump davon , dass Lieferungen an die Chinesen wieder erlaubt werden, allerdings mit dem Einwand das das alles ein sehr komplexes Feld sei. Das klingt so, als ob nicht alles grundsätzlich freigegeben ist. Und es klingt definitiv nicht danach, dass Huawei am G5-Netz beteiligt wird.
Traumfrau 29.06.2019
2. Trump ...
Trump ... ein Brandstifter, der sich selbst gerne als Feuerlöscher inszeniert. Übel.
Poli Tische 29.06.2019
3. So tickt Trump!
Öffentlichkeitswirksames Thema ausspähen, Schnellschuss per Twitter im Sinne seiner Wähler, Besuch bei den Betroffenen seiner öffentlichen Tiraden, einseitig Freundschaft schließen - bis auf Weiteres. Was bleibt - hämische Freude bei den Betroffenen, Verständnislosigkeit und Verachtung durch die Weltöffentlichkeit, Bewunderung bei seinen Wählern.
Dr. Kilad 29.06.2019
4. Hat da jemand Trump gesteckt,
dass er letztlich gegen China den Kürzeren ziehen würde?
claus7447 29.06.2019
5. rumpel .... sie haben ein Problem..
Zitat von 123rumpel123Die Aussagen zu Huawei sind noch etwas nebelig. Das Huawei explizit von der "schwarzen Liste" gestrichen wurde, konnte ich den Äusserungen in der Pressekonferenz nicht entnehmen. Allerdings sprach Trump davon , dass Lieferungen an die Chinesen wieder erlaubt werden, allerdings mit dem Einwand das das alles ein sehr komplexes Feld sei. Das klingt so, als ob nicht alles grundsätzlich freigegeben ist. Und es klingt definitiv nicht danach, dass Huawei am G5-Netz beteiligt wird.
... der von ihnen so verehrte POTUS hat mal wieder seine Meinung geändert und Sie nicht rechtzeitig vorher gewarnt. Dumm gelaufen.
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