Rekordhoch Dax schließt auf Höchststand von 8122 Punkten

Gute Daten vom US-Arbeitsmarkt beflügeln die Börsen weltweit. Der deutsche Leitindex Dax schließt auf einem Rekordstand. Auch der Dow Jones in New York steigt auf ein Allzeithoch von mehr als 15.000 Punkten.
Dax-Kurve am Freitag: Höchster Stand der Geschichte

Dax-Kurve am Freitag: Höchster Stand der Geschichte

Foto: STRINGER/GERMANY/ REUTERS

Frankfurt am Main/New York - 8122,29 stand am Freitagabend nach Handelsschluss auf der Anzeigetafel der Frankfurter Börse - der deutsche Leitindex hat den höchsten Schlusskurs aller Zeiten erreicht. Der vormalige Höchsstand beim Börsenschluss wurde am 16. Juli 2007 mit 8105,69 Punkten erreicht.

Auch an den US-Börsen wurden Höchststände verzeichnet: Der Dow Jones  knackte erstmals die Marke von 15.000 Punkten. Der Aktienindex, in dem 30 der größten Konzerne der USA notiert sind, stieg zeitweise um mehr als ein Prozent auf 15.008,15 Punkte. Letztlich schloss der Dow mit 14.973 Punkten.

Für den breit gefassten S&P-500-Index ging es 1614 Punkte nach oben. Auch er war kurz zuvor auf einen Rekordstand geklettert. Zudem hatte der Index erstmals die Marke von 1600 Punkten überwunden. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Auswahlindex Nasdaq 100 auf 2950 Punkte.

Auch europaweit legten die Börsen kräftig zu. Der EuroStoxx 50   schloss bei 2763 Punkten auf einem Jahreshoch.

In den USA war die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat überraschend zurückgegangen. Zudem hatte die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft war auf 165.000 gestiegen. Ökonomen hatten im Schnitt mit 145.000 neuen Jobs gerechnet. Der moderate Stellenaufbau in den USA setzt sich fort", schrieb Analystin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Robert Halver von der Baader Bank begründete den Auftrieb an den Börsen mit der hohen Liquidität an den Kapitalmärkten. "Und die Aussicht auf steigende Zinsen existiert nicht", sagte Halver. Erst am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf ein Rekordtief gesenkt.

Die US-Börsen hatten Mitte April eine Verschnaufpause eingelegt und erst Ende des vergangenen Monats wieder an ihren Aufwärtstrend angeknüpft. Grund für den kleinen Durchhänger waren Börsianern zufolge enttäuschende Konjunkturdaten aus China und den USA. Auch das Bombenattentat in Boston hatte für Verunsicherung gesorgt.

yes/Reuters/dpa
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