Drohnen-Start-up Bahn-Tochter Schenker steigt bei Volocopter ein

Werden Drohnen den Passagier- und Frachtverkehr revolutionieren? Die DB-Tochter Schenker ist offenbar davon überzeugt - und steigt beim Flugtaxi-Start-up Volocopter ein.
Testflug des Volocopters im vergangenen September - damals noch ohne Passagiere.

Testflug des Volocopters im vergangenen September - damals noch ohne Passagiere.

Foto: Christoph Schmidt/ DPA

Der Logistikkonzern DB Schenker - eine Tochterfirma der Deutschen Bahn - steigt bei dem Flugtaxi-Hersteller Volocopter ein. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Volocopter entwickelt autonom fliegende, elektrische Ultraleicht-Fluggeräte - als Lufttaxi oder für den Transport von Fracht. Mit der DB-Schenker-Investition soll unter anderem die zweite Generation der Lastdrohne Volodrone zur Marktreife geführt werden. Die hatte das Bruchsaler Unternehmen im Oktober präsentiert, sie befindet sich noch in der Testphase.

Mit wie viel Geld sich Schenker beteiligt, wurde nicht öffentlich. An der aktuellen Finanzierungsrunde des Start-ups nahmen noch weitere Investoren teil. Insgesamt hat Volocopter bislang 122 Millionen Euro von unterschiedlichen Geldgebern eingesammelt.

"Mit der Integration der Volodrone in unsere zukünftigen Lieferketten können wir den Wunsch unserer Kunden nach schneller, emissionsneutraler Auslieferung auch an schlecht erreichbaren Orten bedienen", sagte Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker. Thewes wird fortan im Beirat von Volocopter sitzen - ebenso wie der frühere Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. Daimler war schon 2017 bei Volocopter eingestiegen.

Außerdem soll mit dem Geld die Zertifizierung des Flugtaxis Volocity vorangetrieben werden. Die war im September bei einem unbemannten Testflug über Stuttgart vorgeführt worden.

beb/dpa