"Nur Dyson ist hygienisch" Wettbewerbszentrale stoppt Händetrockner-Werbung

In der Coronakrise gewinnt Händewaschen an Bedeutung. Das Abtrocknen sei nur mit seinen Geräten hygienisch, behauptete der Hersteller Dyson - und erlitt damit nun vor Gericht eine Schlappe.
Dyson-Logo auf einer Messe in China (Archivbild)

Dyson-Logo auf einer Messe in China (Archivbild)

Foto: Damir Sagolj/ REUTERS

Mitten in der Coronakrise und der damit verbundenen Diskussion über Hygiene muss der britische Lufttrocknerhersteller Dyson eine Niederlage einstecken. Die Wettbewerbszentrale erwirkte vor dem Landgericht Köln ein noch nicht rechtskräftiges Urteil. Darin wird dem Unternehmen folgende Werbeaussage untersagt: "Nur Dyson ist hygienisch, ökonomisch und ökologisch. Für Papier gilt das nicht."

Die Wettbewerbszentrale beanstandete die Aussage als irreführend, weil sie in ihrer Pauschalität unzutreffend sei. Der von Unternehmen und Verbänden getragene Verein zog dazu unter anderem eine Studie des Robert Koch-Instituts heran und monierte, dass Dyson in der Werbung eine selbst in Auftrag gegebene Analyse nicht als Auftragsstudie gekennzeichnet habe.

Das Unternehmen prüft nach Aussage eines Sprechers, ob es in der Sache Berufung einlegt. Auch habe das Gericht keinerlei Aussagen über die Handhygiene getroffen. Die von der Wettbewerbszentrale herangezogene und im Jahr 2016 veröffentlichte RKI-Studie sei insofern veraltet, als die beworbenen Dyson-Geräte damals noch nicht auf dem Markt gewesen seien.

dab/dpa
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