Drittgrößte Bank Deutschlands DZ Bank und WGZ Bank wollen sich zusammenschließen

In der deutschen Finanzbranche steht die größte Fusion seit fünf Jahren an: Die genossenschaftlichen Zentralinstitute DZ Bank und WGZ Bank wollen sich zur drittgrößten Bank in Deutschland zusammenschließen.
DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch: "Gleichberechtigt, ausgewogen, partnerschaftlich"

DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch: "Gleichberechtigt, ausgewogen, partnerschaftlich"

Foto: Alex Heinl/ dpa

Die genossenschaftlichen Zentralbanken DZ Bank und WGZ Bank wollen fusionieren. Das Institut mit dem Namen DZ Bank soll am 1. August 2016 an den Start gehen. Mit einer Bilanzsumme von zusammengerechnet knapp 500 Milliarden Euro wäre es nach Deutscher Bank und Commerzbank die Nummer drei am deutschen Markt.

"Der Schritt erfolgt gleichberechtigt, ausgewogen und partnerschaftlich", sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Er soll das neue Spitzeninstitut leiten, zu der neuen DZ Bank gehören dann insgesamt mehr als 1000 Volks- und Raiffeisenbanken. WGZ Bank-Chef Hans-Bernd Wolberg soll stellvertretender Vorstandsvorsitzender werden. "Es ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt", sagte er.

Das Geschäft mit den Genossenschaftsbanken soll vom Standort in Düsseldorf gesteuert werden, wo derzeit die WGZ Bank angesiedelt ist. Zentrale Stabsfunktionen sollen schrittweise nach Frankfurt verlagert werden. Dort hat das vereinigte Institut seinen Sitz. Die beiden Institute übernehmen verschiedene Aufgaben für ihre Eigentümer, die Volks- und Raiffeisenbanken, für die diese in der Regel zu klein sind.

In der Vergangenheit hatte es mehrere vergebliche Fusionsanläufe gegeben. Der letzte scheiterte 2009 in der Finanzkrise. Die beiden genossenschaftlichen Zentralbanken kooperieren aber bereits auf verschiedenen Gebieten. Der Zusammenschluss wäre der größte Bankenzusammenschluss seit der mehrheitlichen Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank im Jahr 2010.

bos/AFP/dpa
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