Elektroauto-Boom Porsche will Batteriezellenfabrik in Tübingen bauen

Nach Tesla und VW will nun auch der Sportwagenbauer eine Batteriefabrik in Deutschland errichten. Laut Vorstandschef Blume werden Elektroautos die Verbrenner bald als Porsches Hauptgeschäft ablösen
Porsche Taycan: Der batterieelektrische Sportwagen verkauft sich fast so gut wie der Verbrenner 911

Porsche Taycan: Der batterieelektrische Sportwagen verkauft sich fast so gut wie der Verbrenner 911

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche will eine eigene Fabrik zur Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos aufbauen.

»Batteriezellen sind eine Kerntechnologie für die deutsche Autoindustrie, die wir auch im eigenen Land haben müssen. In der Entwicklung und in der Fertigung. Porsche möchte dabei eine Pionierrolle einnehmen«, sagte Porsche-Vorstandschef Oliver Blume der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«.

Hochleistungszellen aus dem Ländle?

Die Batteriezellenfabrik von Porsche solle im schwäbischen Tübingen entstehen – »weil wir zeigen wollen«, so der Manager, »dass wir Batteriezellen in einem Hochlohnland wie Baden-Württemberg fertigen können.« Bislang sind europäische Autohersteller oft auf Batterielieferanten aus Asien angewiesen.

Zwar werde Porsche auch Batterien von seinem Eigentümer beziehen, dem Volkswagen-Konzern. »Aber zusätzlich wird es ein Segment für Hochleistungszellen geben«, sagte Blume. »Genauso wie wir Hochleistungsverbrennungsmotoren entwickelt haben, wollen wir jetzt bei den Hochleistungsbatterien ganz vorn sein.«

Für die Stuttgarter werden Elektroautos immer wichtiger. Manager Blume rechnet damit, dass bis Ende des Jahrzehnts 80 Prozent des Porsche-Absatzes auf Fahrzeuge mit elektrischem oder teilelektrischem Antrieb entfallen werden.

Der seit 2019 gebaute batterieelektrische Sportwagen Taycan verkauft sich mittlerweile annähernd so gut wie das Traditionsmodell 911 mit Verbrennungsmotor. Sein Unternehmen gewinne durch diesen Elektrosportwagen viele neue Kunden, sagte der Porsche-Chef der »FAS«.

clh
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