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18. Mai 2015, 14:21 Uhr

Schwächelnder Energiekonzern

E.on baut Riesen-Windpark vor Brighton

E.on treibt seine Ökostromprojekte voran: Der angeschlagene Energiekonzern soll im Ärmelkanal einen Offshore-Windpark bauen. Das dänische Unternehmen Vestas liefert die Turbinen.

Frisches Milliardeninvestment für E.on: Der Energiekonzern will rund 13 Kilometer vor dem britischen Seebad Brighton einen neuen Windpark bauen, wie die im Dax notierte Gesellschaft mitteilte. Knapp 1,9 Milliarden Euro sollen Bau und Anschluss der Anlage kosten. Davon trägt die staatliche Green Investment Bank (GIB) rund 17 Prozent.

Der Baubeginn sei für 2016 geplant, sagte ein Sprecher. Nach rund zwei Jahren sollen die 116 Windturbinen ans Netz gehen und jährlich rund 1300 Gigawattstunden Strom erzeugen - das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 300.000 Haushalten. Lieferant der Turbinen ist der dänische Weltmarktführer Vestas, der zuletzt nach Jahren des Abschwungs wieder kräftig wuchs.

E.on hat in den vergangenen Jahren sieben Offshore-Windparks fertiggestellt, weitere Anlagen sind im Bau. Als Teil seiner Strategie holt E.on im Laufe des Baus gern neue Investoren ins Boot, um angesichts der hohen Schuldenlast möglichst wenig eigenes Kapital einzusetzen.

Ökostromprojekte werden nach der fürs kommende Jahr geplanten E.on-Aufspaltung im Zentrum des Hauptkonzerns stehen. Dagegen werden die Geschäfte mit der alten Stromerzeugung etwa aus Kohle, Atom und Gas in eine neue Gesellschaft ausgegliedert.

Beim Windpark Rampion im Ärmelkanal übernimmt E.on Dienstleistungen rund um Bau, Betrieb und Wartung. Dazu gehört auch die Anbindung der Anlage an das britische Stromnetz. Die GIB hat den Auftrag, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben und verfügt über ein Budget von umgerechnet 5,3 Milliarden Euro. Für E.on ist es das erste Projekt mit diesem wichtigen Investor.

yes/dpa

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