Sinkende Strompreise E.on verzeichnet Gewinnrückgang

Anfang 2016 spaltet E.on die Geschäftsbereiche Stromproduktion und Großhandel ab. Noch wirken sich die wegbrechenden Gewinne in der konventionellen Stromerzeugung jedoch auf die Halbjahresbilanz des Unternehmens aus.
E.on-Vorstandschef Teyssen: Abspaltung verläuft nach Plan

E.on-Vorstandschef Teyssen: Abspaltung verläuft nach Plan

Foto: ? Wolfgang Rattay / Reuters/ REUTERS

Den großen Energiekonzernen fehlen zunehmend die Gewinne aus der konventionellen Stromerzeugung. Das bekommt auch E.on zu spüren: Im ersten Halbjahr sackte der operative Gewinn um 13 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro ab, teilte das Unternehmen mit. Auch der niedrige Ölpreis machte E.on demnach zu schaffen. Dass unter dem Strich der Überschuss dennoch um 40 Prozent zulegte, verdankte E.on geringeren Zins- und Steuerlasten sowie Bewertungseffekten. An der Prognose für dieses Jahr hielt der Konzern fest.

Der operative Gewinn in der klassischen Stromerzeugung aus Großkraftwerken fiel im ersten Halbjahr um fast 30 Prozent. Zudem leidet die Öl- und Gasförderung des Konzerns unter dem Verfall des Ölpreises. Auch im Ökostrombereich verlor E.on. Das Unternehmen führte das aber auf verkaufte Geschäftsteile und hohe Einmalerträge im Vorjahr zurück.

E.on arbeitet derzeit an einer radikalen Aufspaltung. Anfang 2016 soll die neue Firmenkonstruktion starten. Dann wird das angeschlagene Geschäft mit Kohle-, Gas-, Atom- und Wasserkraftwerken mit anderen Sparten wie dem Energiehandel zusammen in die neue Firma Uniper abgespalten. Das Kernunternehmen E.on konzentriert sich von Essen aus künftig auf Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb.

brk/dpa/Reuters