Überteuerte Stromtarife E.on muss britischen Kunden Millionen zahlen

Jahrelang schwatzten E.on-Mitarbeiter ihren Kunden überteuerte Tarife auf. Nun muss das Unternehmen zwölf Millionen Pfund zurückzahlen. Die Leidtragenden waren ausgerechnet arme Verbraucher.

E.on-Zentrale in Düsseldorf: Falsche Informationen für Verbraucher
DPA

E.on-Zentrale in Düsseldorf: Falsche Informationen für Verbraucher


London/Düsseldorf - Der Energiekonzern E.on muss zwölf Millionen britische Pfund (rund 14,7 Millionen Euro) an Verbraucher in Großbritannien zurückzahlen, weil Mitarbeiter Verbrauchern überteuerte Stromtarife empfohlen hatten. Diese Entscheidung gab die Regulierungsbehörde Ofgem am Freitag in London bekannt.

E.on habe seine eigenen Beschäftigten und das Personal von beauftragten Agenturen nicht ausreichend geschult und überwacht, hieß es zur Begründung. Dadurch seien den Verbrauchern falsche Informationen etwa bei Haustür- oder Telefongeschäften übermittelt worden.

Mehr als 333.000 E.on-Kunden sollen nun je 35 britische Pfund von dem Energiekonzern erhalten, hieß es in einer Mitteilung der Regulierungsbehörde. Diese Kunden empfingen demnach normalerweise den "Warm House Discount". Das Programm der britischen Regierung gewährt bedürftigen Haushalten seit 2011 Rabatte bei den Strompreisen.

Einem Bericht der BBC zufolge entschuldigte sich das Düsseldorfer Unternehmen bei den betroffenen Kunden und nannte den Vorfall "vollkommen inakzeptabel". E.on habe sich mit den Sanktionen einverstanden erklärt und werde das Geld an bedürftige Kunden sofort zurückzahlen.

brk/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
bunterepublik 16.05.2014
1. Komisch
Zitat von sysopDPAJahrelang schwatzten E.on-Mitarbeiter ihren Kunden überteuerte Tarife auf. Nun muss das Unternehmen zwölf Millionen Pfund zurückzahlen. Die Leidtragenden waren ausgerechnet arme Verbraucher. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/e-on-millionensumme-fuer-uebervorteilte-kunden-in-grossbritannien-a-969789.html
In UK gibt es da eine Behörde, die wohl richtig war zu sagen hat. In Deutschland wird hingegen jeder einzelne auf den steinigen Rechtsweg verwiesen und die Behörden stellen sich taub.
Käpten Ahab 16.05.2014
2. In Deutschland bestimmen die Behörden
Zitat von bunterepublikIn UK gibt es da eine Behörde, die wohl richtig war zu sagen hat. In Deutschland wird hingegen jeder einzelne auf den steinigen Rechtsweg verwiesen und die Behörden stellen sich taub.
ja auch den Preis (quasi). Wettbewerb gibt es nicht mehr. Und Herr Gabriel hat doch öffntlich gesagt, dass ihm die Arbeitsplätze der EEG-Umlage-Befreiten Unternehmen wichtiger sind als ein paar Euro weniger für die Verbraucher....
kir24 16.05.2014
3. nur wir blicken in die Röhre
aha, wann kriegen wir das zu viel gezahlte Geld hier in Deutschland zurück??! Denn seit Jahren, nicht erst seit dem Atomausstieg (!), zahlen wir zu hohe Preise für Strom. Meiner Meinung nach ist das Betrug: sie auch http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/energie/studie-strompreise-in-deutschland-weit-ueber-eu-durchschnitt-/9245098.html
skeptiker97 16.05.2014
4. Verwechselung?
Da haben sie wohl UK mit D verwechselt? In UK gibt es Kontrolle, in D darf jeder so hoch er will, Gabriel machts möglich.
knieselstein 17.05.2014
5. Nicht so richtig
Zitat von skeptiker97Da haben sie wohl UK mit D verwechselt? In UK gibt es Kontrolle, in D darf jeder so hoch er will, Gabriel machts möglich.
in GB muß E.O.N über 300 tausend Kunden je 35 Pfund zurückzahlen, hierzulande muß E.O.N per Gesetz über 6 Millionen Kunden jedes Jahr über 250 € EE Zulage abknöpfen ;-)
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