Konzernumbau Aufspaltung gefährdet Rating von E.on

Unter dem radikalen Umbau bei E.on könnte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens leiden. Die Rating-Agentur Moody's prüft eine Herabstufung des Energiekonzerns. Der hatte solche Konsequenzen bereits erwartet.
E.on-Zentrale in Essen: Noch vier Stufen über dem Ramschbereich

E.on-Zentrale in Essen: Noch vier Stufen über dem Ramschbereich

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Essen - Wegen seiner geplanten Aufspaltung drohen E.on ein schlechteres Kredit-Rating und damit steigende Finanzierungskosten. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, sie prüfe das aktuelle Rating mit Blick auf eine Herabstufung.

Der von E.on angekündigte Umbau des Konzerns habe zwar positive und negative Aspekte für die Bonität, teilte Moody's weiter mit. Insgesamt aber könnten die Umbaueffekte E.ons Kreditprofil schwächen.

Für E.on käme ein schlechteres Rating nicht überraschend. Der Düsseldorfer Konzern hatte am Montag erklärt, sollte es wegen des Umbaus zu einer Veränderung der Einstufung kommen, solle diese auf eine Stufe beschränkt werden. Moody's bewertet E.on derzeit mit "A3", was noch vier Stufen über dem Ramschbereich liegt.

E.on hatte am Montag angekündigt, seine Atom- und Kohle-Kraftwerke 2016 in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Der übrige Konzern soll sich dann auf das Ökostromgeschäft konzentrieren. Mit dem Umbau sind E.on zufolge Kosten und Steuern in noch unklarer Höhe verbunden. Zudem fürchten Kritiker, auf diese Weise könne sich E.on der Verpflichtungen für atomare Altlasten entledigen.

dab/Reuters
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