Konzernumbau Aufspaltung gefährdet Rating von E.on

Unter dem radikalen Umbau bei E.on könnte die Kreditwürdigkeit des Unternehmens leiden. Die Rating-Agentur Moody's prüft eine Herabstufung des Energiekonzerns. Der hatte solche Konsequenzen bereits erwartet.

E.on-Zentrale in Essen: Noch vier Stufen über dem Ramschbereich
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E.on-Zentrale in Essen: Noch vier Stufen über dem Ramschbereich


Essen - Wegen seiner geplanten Aufspaltung drohen E.on ein schlechteres Kredit-Rating und damit steigende Finanzierungskosten. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, sie prüfe das aktuelle Rating mit Blick auf eine Herabstufung.

Der von E.on angekündigte Umbau des Konzerns habe zwar positive und negative Aspekte für die Bonität, teilte Moody's weiter mit. Insgesamt aber könnten die Umbaueffekte E.ons Kreditprofil schwächen.

Für E.on käme ein schlechteres Rating nicht überraschend. Der Düsseldorfer Konzern hatte am Montag erklärt, sollte es wegen des Umbaus zu einer Veränderung der Einstufung kommen, solle diese auf eine Stufe beschränkt werden. Moody's bewertet E.on derzeit mit "A3", was noch vier Stufen über dem Ramschbereich liegt.

E.on hatte am Montag angekündigt, seine Atom- und Kohle-Kraftwerke 2016 in eine neue Gesellschaft auszugliedern. Der übrige Konzern soll sich dann auf das Ökostromgeschäft konzentrieren. Mit dem Umbau sind E.on zufolge Kosten und Steuern in noch unklarer Höhe verbunden. Zudem fürchten Kritiker, auf diese Weise könne sich E.on der Verpflichtungen für atomare Altlasten entledigen.

dab/Reuters

insgesamt 20 Beiträge
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DeutscherimAusland 02.12.2014
1. Es bleibt zu hoffen,...
das E.on seinen Weg weitergeht! Und bitte schoen,...wer braucht oder (fataler) glaubt denn an "Rating" Agenturen!!! Es gibt Geschaeftsberichte, Bilanzen, und der Rest ist "jedem Investor" selbst ueberlassen!!!
Bundeskanzler20XX 02.12.2014
2. Egal
Egal was Herr Teyssen erzählt, es klingt unglaubwürdig. Da die Atomkraftwerke bald abgebaut werden müssen und die Show Milliarden kostet werden es sich private Anleger überlegen dort einzusteigen. Sollte die fossile Tochter pleite gehen wird der Mutterkonzern sicher nicht einspringen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein was bei Eon in den nächsten Jahren ab geht.
franz.v.trotta 02.12.2014
3. Es geht den Steuerzahlern an den Kragen!
Dass sich E.on durch die Ausgliederung der Atomkraftwerke seiner Verpflichtungen für atomare Altlasten entledigt, ist nicht eine "Befürchtung", sondern das Ziel der Aktion. Geht die schwach ausgestattete neue Gesellschaft in Konkurs, muss der Steuerzahler für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung und dauerhafte Verwahrung des Atommülls aufkommen.
jupp78 02.12.2014
4.
Zitat von DeutscherimAuslanddas E.on seinen Weg weitergeht! Und bitte schoen,...wer braucht oder (fataler) glaubt denn an "Rating" Agenturen!!! Es gibt Geschaeftsberichte, Bilanzen, und der Rest ist "jedem Investor" selbst ueberlassen!!!
Mehr als genug Investoren nehmen diese Bewertung eben nicht selbst vor (da äußerst aufwändig), sondern überlassen es genau diesen Agenturen. Ansonsten kann ich allerdings nicht erkennen, was jetzt die großartigen negativen Effekte des Umbaus sein sollen. Eine Runterstufung kann ich mir nur so erklären, dass man dadurch bei Moody's aufgewacht ist und erkennt, dass die Situation schlechter als gedacht ist. Das allerdings bedeutet eigentlich nur, dass man zuvor versagt hat.
CommonSense2006 02.12.2014
5. Wer soll denn das kaufen
Wer genau würde denn ernsthaft daran denken, aktien einer Gesellschaft zu kaufen, die nur Strom aus Atomkraft, Kohle und Gas herstellt und über kein anderes Geschäft verfügt, um eventuelle Verluste auszugleichen. Atomstrom ist ein totes Geschäft und die Kosten für den Ausstieg werden von der Politik diktiret, Kohle ist zwar im Moment rentabel, aber die Politik kann und wird auch hier eingreifen und Gas ist unrentabel und kann nur rentabel werden, wenn die Politik dafür einen Rahmen schafft, der Versorger dazu verdonnert, für die Bereithaltung der Kapazität zu zahlen. Alles in allem, ein sehr unsicheres Geschäft mit extrem hohen Risiken, die weder von der Geschäftsführung, noch von den aktionären zu beeinflussen sind. Ich jedenfals würde eine solche Aktie niemals zeichnen.
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