Ziel nicht erreicht Easyjet verabschiedet sich aus Hamburg

Erst 2014 hat Easyjet am Hamburger Flughafen eine eigene Basis eröffnet, ab kommendem Jahr zieht sich der Billigflieger weitgehend aus der Stadt zurück. Das Unternehmen habe seine Ziele nicht erreicht.
Easyjet-Maschine in Hamburg

Easyjet-Maschine in Hamburg

Foto: Maja Hitij/ dpa

Easyjet zieht ab 2018 seine Flugzeuge aus Hamburg ab. Die Billig-Fluglinie verabschiedet sich damit weitgehend vom Hamburger Flughafen. Rund 130 Arbeitsplätze gingen dabei verloren, teilte die Fluglinie in der Hansestadt mit.

Aktuell gebe es keine Änderungen im Flugplan, doch im kommenden Jahr würden die Kapazitäten um rund 70 Prozent verringert. Gegenwärtig fliegen jährlich rund 1,5 Millionen Passagiere mit Easyjet von und nach Hamburg. Im nächsten Jahr soll es dann noch eine halbe Million sein.

Der Hamburger Flughafen hat bei den Passagierzahlen vor allem dank der Billigflieger in den vergangenen Jahren stark zugelegt. Nicht nur Easyjet, auch Ryanair und Germanwings sowie kleinere Anbieter wie Norwegian nutzten den Airport für ihre Expansion in Norddeutschland. Welche Flüge Easyjet im kommenden Jahr streichen wird, ist noch nicht bekannt.

Nur Nummer vier

Hintergrund für die Entscheidung seien Überkapazitäten auf verschiedenen Strecken am Hamburger Airport, sagte eine Sprecherin. Easyjet bietet ab Hamburg gegenwärtig bis zu 120 Flüge pro Woche zu 30 Zielen. Das Unternehmen hat drei Jets dauerhaft in der Hansestadt stationiert, im Sommer teilweise auch vier. Den Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze an anderen Easyjet-Standorten angeboten werden.

Easyjet fliegt den Hamburger Flughafen seit 2005 an und hat sein Angebot mit der Eröffnung einer eigenen Basis erst 2014 kräftig ausgeweitet. "Wir wollten Nummer eins oder zwei sein, waren aber nur Nummer vier", sagte die Sprecherin.

Es gebe ein Überangebot an Fluglinien, die zum Teil die gleichen Strecken bedienen. "Easyjet wird in Hamburg weiterhin eine wichtige Rolle spielen und auch zukünftig seine Geschäfts- und Freizeitreisenden befördern", hieß es in der Mitteilung.

brt/dpa
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