Winter im Brexit-Chaos Easyjet vervierfacht Verlust

Im Winter laufen die Geschäfte für Airlines eher schlecht. Der britische Billigflieger Easyjet bekam das besonders zu spüren - weil der geplante Brexit auf die Ticketpreise drückte. Besserung ist nicht in Sicht.

Dunkle Wolken: Easyjet im Landeanflug auf London-Gatwick (Archiv)
John Stillwell / PA Wire / DPA

Dunkle Wolken: Easyjet im Landeanflug auf London-Gatwick (Archiv)


Easyjet hat wegen der anhaltenden Hängepartie beim Brexit und fallenden Ticketpreisen einen hohen Verlust eingefahren. Dieser vervierfachte sich im saisontypisch schwachen Winter, teilte der britische Billigflieger mit.

Teurer Treibstoff und deutlich gesunkene Ticketpreise sorgten dafür, dass Easyjet im Winterhalbjahr bis Ende März mit 218 Millionen britischen Pfund, umgerechnet etwa 250 Millionen Euro, rund vier Mal so viel Verlust schrieb wie im Vorjahreszeitraum. Dabei beförderte die Rivalin des irischen Billigfliegers Ryanair mit 42 Millionen Passagieren gut 13 Prozent mehr als im Winter zuvor. Der Umsatz legte gar um sieben Prozent auf 2,3 Milliarden Pfund zu.

Auch für den Sommer sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren keine berauschende Entwicklung voraus. Die Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der EU helfe Easyjet nicht dabei, möglichst viele Flugtickets zu auskömmlichen Preisen zu verkaufen. Zusammen mit der schwächeren Wirtschaftsentwicklung in Europa mache die anhaltende Brexit-Debatte die Bemühungen Easyjets um höhere Ticketpreise und Verbesserungen im bisher verlustreichen Berlin-Geschäft zunichte.

Eine konkrete Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende September nannte Easyjet noch immer nicht. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten gehen im Schnitt bislang von 427 Millionen Pfund aus. Das wären rund 150 Millionen Pfund weniger als ein Jahr zuvor.

kko/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Stäffelesrutscher 17.05.2019
1. DirtyJet
Dann sollen sie halt den Betrieb einstellen. Andere haben das schon bei weniger Verlust gemacht. Schont auch die Umwelt.
laermgegner 17.05.2019
2. Verschluckt ?
Oder hat sich da jemand mit der Air Berlin im Bauch und deren innerdeutschen Netz wieder verhoben? Die Fluglinie verbrennt jeden Tag schon Geld, weil Sie in Berlin zwei Standorte betreiben. Und ach her je, die lieben Treibstoffpreise ! Asphalt ist im Einkauf die letzten 12 Wochen um 30 % teurer geworden und die TAnke kennt auch jeder - aber bei den steuerbefreiten Fluggesellschaft, da ist das ganz besonders schlimm.
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