Eataly-Kette Karstadt-Eigner Signa setzt auf italienische Feinkost

Pasta, Ölivenöl, Biscotti: Eataly ist mit italienischen Spezialitäten erfolgreich. Jetzt beteiligt sich Karstadt-Eigentümer Signa an der Kette und will auch einen Verkauf in Warenhäusern prüfen.

Gemüse in Mailänder Eataly-Filiale: Filialen von Japan bis Dubai
REUTERS

Gemüse in Mailänder Eataly-Filiale: Filialen von Japan bis Dubai


Der Karstadt-Eigner Signa Holding investiert in Feinkost. Signa kündigte am Dienstag ein Joint Venture mit der italienischen Kette Eataly an. Der erste gemeinsam geplante Eataly-Standort in Deutschland soll bereits zum Jahresende in München seine Tore öffnen und auf 4600 Quadratmetern neben einem umfangreichen Feinkostangebot auch Restaurants, Schulungsräume und eine Produktion italienischer Lebensmittel unter seinem Dach vereinen.

Geplant sei darüber hinaus bis 2021 die Eröffnung von mindestens fünf weiteren Standorten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, teilte Signa mit. Außerdem soll geprüft werden, ob einzelne Elemente des Eataly-Konzepts auch in die Karstadt-Warenhäuser integriert werden können.

Das erste Eataly-Geschäft war 2007 in Turin eröffnet worden. Heute verfügt die Kette weltweit über 26 Standorte - unter anderem in den USA, Brasilien, Dubai, Japan und der Türkei. Das Joint Venture muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Signa hatte Karstadt vom deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen übernommen. Die Warenhauskette schreibt hohe Verluste, Signa-Gründer René Benko scheiterte zudem mit der Übernahme der Kaufhof-Kette. Benko setzt vor allem auf Premium-Häuser wie das Berliner KaDeWe oder das Hamburger Alsterhaus, die heute schon große Feinkostabteilungen haben.

dab/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.