Handelsplattform unter Druck Ebay-Chef tritt zurück

Investoren üben Druck auf die Onlinehandelsplattform Ebay aus: Das Unternehmen soll sich aufspalten. Nun gibt Vorstandschef Devin Wenig auf. Eine Übergangslösung steht bereits fest.
Ebay-Chef Devin Wenig ist zurückgetreten

Ebay-Chef Devin Wenig ist zurückgetreten

Foto: MANDEL NGAN/ AFP

Ebay-Chef Devin Wenig hat seinen Chefposten verlassen. Übergangsweise übernimmt Finanzchef Scott Schenkel. Das teilte die Onlinehandelsplattform in San Jose mit. Der Verwaltungsrat werde nun mit der Suche nach internen und externen Kandidaten für einen dauerhaften Ersatz beginnen.

Wenig hatte den Posten 2015 übernommen, nachdem Ebay die Bezahltochter Paypal abgespalten hatte. Der Verlust dieses Wachstumstreibers und die verschärfte Konkurrenz im Onlinehandel, wo Rivalen wie Amazon oder Alibaba immer stärker wurden, machten Ebay zu schaffen. Im Frühjahr willigte das Unternehmen ein, auf Druck von Investoren die Abspaltung einiger Geschäftsfelder zu prüfen.

Im jüngsten Quartal brach der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 403 Millionen Dollar ein, was jedoch vor allem Sonderfaktoren geschuldet war. Die Erlöse kletterten um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Bei Anlegern kam die Nachricht von Wenigs Abgang zunächst nicht gut an - Ebays Aktien reagierten mit deutlichen Kursverlusten.

brt/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.