Umsatzranking Lebensmittelhändler dominieren das Offlinegeschäft

Edeka, Lidl und Aldi Süd sind laut einem Forschungsinstitut die umsatzstärksten Einzelhändler in Deutschland. In die Top Ten hat es neben Supermärkten und Discountern nur eine Drogeriekette geschafft.

Kundin mit Lidl- und Aldi-Tüten: Lebensmittel bringen den größten Umsatz im stationären Handel
picture-alliance / dpa/dpaweb

Kundin mit Lidl- und Aldi-Tüten: Lebensmittel bringen den größten Umsatz im stationären Handel


Mit Lebensmitteln lässt sich im stationären Einzelhandel in Deutschland das größte Geschäft machen. Zu diesem Ergebnis kommt das vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI veröffentlichte Ranking der 1000 umsatzstärksten stationären Einzelhändler. Dieses wird von den großen Lebensmittelhändlern angeführt. Die Supermarktketten und Discounter belegen neun der zehn Spitzenplätze.

Unangefochtener Marktführer waren die Edeka-Supermärkte, die laut EHI alleine auf einen Nettoumsatz von mehr als 27 Milliarden Euro kamen. Dahinter folgen die Discounter Lidl und Aldi Süd. Auf den weiteren Plätzen landeten die Rewe-Supermärkte, Netto, Kaufland, Aldi Nord, Penny und Real. Als einziger Nichtlebensmittelhändler unter den Top Ten belegte die Drogeriemarktkette dm den zehnten Platz.

Die in der Studie berücksichtigten 1000 größten stationären Vertriebslinien erwirtschafteten laut EHI 2018 einen Nettoumsatz in Höhe von 311 Milliarden Euro. Auf sie entfielen damit fast 60 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Allein der Umsatz der drei größten stationären Händler - Edeka, Lidl und Aldi Süd - übertraf laut EHI den gesamten Umsatz im Onlinehandel von 56 Milliarden Euro.

Neben dem Lebensmittelhandel spielen im stationären Handel der Studie zufolge in erster Linie die Bereiche Heimwerken und Einrichten, Mode & Accessoires sowie Technik eine bedeutende Rolle.

mmq/dpa



insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
quark2@mailinator.com 01.10.2019
1.
Wir brauchen deutschen Ersatz für Amazon und eBay, sonst frist uns das die Haare vom Kopf. Wenn Russland das kann, dann können wir das auch. Von mir aus kann es auch gern eine EU-Lösung sein, aber dann mit anteiliger Steuerzahlung in den einzelnen Ländern, abhängig vom Umsatz und vom lokalen Steuerrecht. So wie es ist, kann es einfach nicht bleiben.
lalito 01.10.2019
2. Nu ja
Zitat von quark2@mailinator.comWir brauchen deutschen Ersatz für Amazon und eBay, sonst frist uns das die Haare vom Kopf. Wenn Russland das kann, dann können wir das auch. Von mir aus kann es auch gern eine EU-Lösung sein, aber dann mit anteiliger Steuerzahlung in den einzelnen Ländern, abhängig vom Umsatz und vom lokalen Steuerrecht. So wie es ist, kann es einfach nicht bleiben.
Ist ja nicht so, dass man gezwungen wäre, bei den Genannten zu kaufen. Es ist halt die Struktur des Risikofreien bzw. der Sortimentstiefe und auch der Breite. Das muss man erst mal hinbekommen, die beiden sind weit über ein Jahrzehnt gewachsen und optimieren in allen Bereichen kontinuierlich. Eine schlechte Kopie sieht da alt aus.
karla.hofer 01.10.2019
3. Amazon kriegt das auch noch hin.
Sie bringen mir ja schon alles von Kleidung, Weißware, Elektronik über Non-Food zu Maggi, Konserven, Säfte, Weine usw gratis auf die Terrasse hinterm Haus. Da kriegen die auch noch die Verderblichen hin, alles eine Frage der Zeit.
torcedores 01.10.2019
4. "Das größte Sozialhilfeprogramm Deutschlands in der Nachkriegszeit .."
... nannte ein Handelsmanager schon vor zwei oder drei Jahrzehnten die Situation im deutschen Einzelhandel. Er meinte das kritisch ... er wollte gerne höhere Preise durchsetzen, so wie im europäischen Ausland. Man muss wohl anerkennen: Marktwirtschaftliche Mechanismen haben in dieser Branche viele Wohltaten für die Verbraucher bewirkt. Und es geht nicht nur um die Preise: Bei den Prüfungen der Stiftung Warentest für Güter des alltäglichen Bedarfs (Lebensmittel, Körperpflegemittel usf.) tauchen die Handelsmarken der großen Discounter regelmäßig auf den Spitzenrängen auf. Dazu kommt: Wir verstehen uns ja eher als eine Nation, deren Wohlstand den Ingenieuren zu verdanken ist (ich selbst schaue im Scherz gerne etwas naserümpfend auf die Koofmichs herab, die Kaufen und Verkaufen, aber sonst nichts zum Fortschritt der Menschheit beitragen .. ;-) ). Man muss aber neidlos (oder notfalls auch mit Neid) anerkennen, dass deutsche Vertriebsformate im Ausland erstaunlich erfolgreich sind und zum Wohlstand hierzulande beitragen.
quark2@mailinator.com 01.10.2019
5.
Zitat von lalitoIst ja nicht so, dass man gezwungen wäre, bei den Genannten zu kaufen. Es ist halt die Struktur des Risikofreien bzw. der Sortimentstiefe und auch der Breite. Das muss man erst mal hinbekommen, die beiden sind weit über ein Jahrzehnt gewachsen und optimieren in allen Bereichen kontinuierlich. Eine schlechte Kopie sieht da alt aus.
Mein Kommentar bezog sich weniger auf die Situation des einzelnen Verbrauchers, sondern auf die ökonomische Situation unseres Landes. Vereinfacht gesagt, gibt es Menschen, die etwas produzieren. Dann gibt es Menschen, die mit etwas handeln. Und dann gibt es den Marktplatz. Das war früher ein Fürstenrecht. Jeder wollte eine Stadt mit Markt haben, denn da bekommt man Geld einfach nur dafür, daß der Markt da ist. Man hat keinen Streß, weder mit Produktion noch mit Handel, man nimmt einfach nur Geld dafür, daß Leute dort überhaupt handeln dürfen. Und diese billigste aller Ertragsquellen, die normalerweise inherent mit Bevölkerungsgröße und eigenem Territorium verbunden ist, haben wir in fremde Hand gegeben. Das ist schlicht idiotisch. Sowas darf man nicht auf längere Zeit zulassen. Ich sehe es als strahlendes Zeichen für das Versagen der längerfristigen Planung in DE und der EU an, daß man das zugelassen hat. Wie ich schon schrieb - wenn RU das vermeiden konnte, dann sollte die EU es auch vermeiden können.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.