Preiskampf Nestlé knickt offenbar vor Edeka ein

Der erbitterte Streit zwischen Edeka und Nestlé könnte bald vorbei sein. Laut einem Bericht stehen die Verhandlungen um Preise und Rabatte vor dem Durchbruch.
Produkte von Nestlé sind wohl bald wieder bei Edeka und Co. zu finden

Produkte von Nestlé sind wohl bald wieder bei Edeka und Co. zu finden

Foto: imago

Der Preiskampf zwischen dem Einzelhändler Edeka und dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé könnte bald gelöst sein. Unterhändler beider Seiten hätten sich Ende vergangener Woche in den Verhandlungen um Rabatte und Konditionen grundsätzlich auf einen Kompromiss verständigt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"  unter Berufung auf Teilnehmer der Gespräche.

Unterschrieben sei diese Vereinbarung zwar noch nicht, hieß es. Doch es werde in den kommenden Tagen mit Hochdruck über die Details eines neuen Einkaufsvertrages zwischen dem größten Nahrungsmittelhersteller der Welt und dem von Edeka geführten europäischen Händlerverbund Agecore verhandelt. "Nestlé-Manager waren in zentralen Punkten zu Konzessionen bereit", zitiert die "FAZ" einen Verhandlungsteilnehmer.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler hatte sich mit europäischen Partnern wie Intermarché, Coop Schweiz oder Colruyt verbündet, um Nestlé zu Zugeständnissen bei Preisen und Konditionen zu zwingen und so seine Kosten im Einkauf zu senken. Die Einkaufsallianz hatte bestimmte Produkte des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns boykottiert.

Zusammen wickeln die Mitglieder des Einkaufsklubs rund zwei Milliarden Euro Umsatz mit Nestlé ab. Zu den bekanntesten Marken des Unternehmens gehören Nescafé, Maggi, Thomy, Wagner Pizza und Vittel.

Sprecher beider Unternehmen wollten den Stand der Verhandlungen nicht kommentieren.

ssu/dpa