Eigenkapitalvorschriften Banken müssen schärfere Regeln befolgen

Nun ist es beschlossene Sache: Banken müssen in Zukunft mehr Eigenkapital vorhalten, um in Krisen mit mehr Liquidität gewappnet zu sein. Darauf einigte sich das zuständige Basler Komitee. Die Regeln sollen ab Ende 2012 gelten - vorausgesetzt, die Finanzmärkte haben sich bis dahin erholt.

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Milliardenschwerer Mehraufwand
ddp

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Milliardenschwerer Mehraufwand


Basel - Die Banken müssen ihr riskantes Geschäft mit mehr eigenem Geld absichern. Die im Baseler Komitee zusammengeschlossenen weltweiten Regulierer haben sich am Donnerstag grundsätzlich darauf verständigt, dass strengere Kapitalregeln gelten sollen. Sie wollen so die Banken weltweit für die nächsten Krisen wetterfest machen und sie von neuen Eskapaden abhalten.

Bis Ende 2010 wollen die Experten nun die Details ausarbeiten, weil erst dann feststeht, ob sie die Institute nicht überfordern. Dass die Banken künftig Kapital von besserer Qualität brauchen und mehr Liquidität für schlechte Zeiten vorhalten müssen, steht aber schon jetzt fest. Top-Banker wie Deutsche-Bank Chart zeigen-Chef Josef Ackermann erwarten dadurch tendenziell sinkende Gewinne für die Branche.

Ab Ende 2012 sollen die neuen Regeln dann gelten - wenn sich die Bedingungen an den Finanzmärkten bis dahin verbessert haben und sich die konjunkturelle Erholung verfestigt habe, teilte der Ausschuss mit.

"Wir haben die wichtigsten Forderungen durchgesetzt"

Die Banken stellen sich bereits seit Monaten auf strengere Kapitalvorschriften ein. Erst vor wenigen Tagen hatte die Deutsche Bank von einem milliardenschweren Mehraufwand gesprochen, den sie aber vor allem durch einbehaltene Gewinne stemmen könne. Kritiker fürchten, dass es vielen Banken nicht gelingen werde, die nötigen Mittel etwa durch eine Kapitalerhöhung aufzubringen. Das würde sie zwingen, ihr Geschäft zurückzufahren. Eine Verschärfung der Kreditklemme wäre eine mögliche Folge.

Deutschland erreichte in den Beratungen in der vergangenen Woche Zugeständnisse, die vor allem die Sparkassen, Landesbanken und die Genossenschaftsbanken vor zu harten Einschnitten schützen. Fast ausschließlich hierzulande verbreitete Formen von Eigenkapital wie die Genossenschaftsanteile von Volks- und Raiffeisenbanken oder Stille Einlagen von Sparkassen gelten auch künftig unter bestimmten Voraussetzungen als hartes Kernkapital, wie BaFin-Exekutivdirektorin Sabine Lautenschläger in Frankfurt erläuterte. "Wir haben in Basel die wichtigsten deutschen Forderungen durchgesetzt", betonte sie.

fro/dpa/Reuters

insgesamt 1528 Beiträge
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saul7 16.11.2009
1. Nein,
Zitat von sysopEin Jahr nach dem Beinahe-Kollaps der Finanzbranche fassen die Banker wieder Mut: Bei einem Gipfeltreffen in Frankfurt debattierten Ackermann und Co. die Lehren aus der Krise - und mokierten sich vor allem über die Regulierungswut der Regierungen. Haben die Banken Ihrer Meinung nach eigentlich etwas aus der Krise gelernt? Diskutieren Sie mit!
die Banken haben nichts aus der Krise gelernt, weil die Politik ihnen nicht längst überfällige Regularien verpasst hat. Die Zockerei darf also weitergehen. Auf eine Entschuldigung der Banken darf noch gewartet werden!!
hajott59, 16.11.2009
2. warum auch?
Nein, die haben nichts gelernt. Warum sollten sie auch? Wenn es eng wird, kommt das große Füllhorn über sie und gut ist!
yato, 16.11.2009
3. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
4. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
yato, 16.11.2009
5. ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen
es wurde auf beiden seiten des atlantiks versäumt die gigantischen staatshilfen an knallharte bedingungen zu koppeln und noch etwas noch wichtigeres wurde versäumt: den bankstern klarzumachen, dass nicht nur der kunde in den knast kommt, der eine bank überfällt, sondern dass dies auch umgekehrt gilt, wenn eine bank ihre kunden überfällt. man könnte dies noch nachholen... denn die heutige welt braucht ackermänner in handschellen, statt mit viktory zeichen zumindest beim nächsten mal, wenn die jungs den karren nochmal in den dreck fahren, (was absehbar ist) müssen sie entmachtet werden! geteert und gefedert und vor allem ihre gewinne und vermögen die heute schon faktisch auf kosten des steuerzahlers gehen, eingezogen werden! die scheinen nicht auf vernunft, sondern nur auf die peitsche zu hören, denn sie machen weiter wie vorher und fühlen sich sicher mit ihrer mächtigen lobby armee und ihre geburtstagsfeiern mit kanzlerin so gehts nicht!
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