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30. Januar 2017, 17:26 Uhr

Brasilien

Ex-Milliardär Eike Batista muss ins Gefängnis

Er soll einem früheren Gouverneur des Bundesstaats Rio de Janeiro Schmiergelder gezahlt haben: Nun hat sich Eike Batista, einst der reichste Mann Brasiliens, der Polizei gestellt.

Der wegen Korruption beschuldigte ehemals reichste Mann Brasiliens, der Unternehmer Eike Batista, ist in Haft genommen worden. Der Deutsch-Brasilianer landete am Montag von New York kommend in Rio de Janeiro, wo er sich den Behörden stellte.

Die brasilianische Justiz wirft dem Ex-Milliardär vor, dem früheren Gouverneur des Bundesstaats Rio de Janeiro, Sergio Cabral, Schmiergelder in Höhe von 16,5 Millionen Dollar gezahlt zu haben. Cabral sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft. Batista gehörte früher mit einem Vermögen von 30 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt.

Die Ermittlungen gegen Batista sind Teil des Korruptionsskandals um den staatlichen Ölkonzern Petrobras, in den zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft verwickelt sind. Die brasilianische Polizei hatte Batista am Donnerstag in dessen Haus in Rio verhaften wollen, doch befand er sich nach Angaben seines Anwalts aus beruflichen Gründen in New York.

Der 60-Jährige soll laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP in das überfüllte Gefängnis Ary Franco im Norden von Rio überstellt werden. Ob er dort einen Sonderstatus erhält, ist bislang unklar. Nach brasilianischem Recht werden Häftlinge mit höherem Bildungsabschluss von den anderen Insassen getrennt - Batista verfügt allerdings über kein Diplom.

msc/AFP/Reuters

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