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21. September 2011, 13:34 Uhr

Einkommen

Reallöhne sind stark gestiegen

Deutsche Arbeitnehmer verdienen mehr: In fast allen Wirtschaftszweigen bekommen Angestellte dank des Aufschwungs höhere Löhne. Besonders die Bank- und Versicherungsbranche darf sich über steigende Einkommen freuen.

Wiesbaden - Die Konjunktur macht sich in den Portemonnaies der deutschen Arbeitnehmer bemerkbar. Die Reallöhne steigen in Rekordgeschwindigkeit: Vollzeitbeschäftigte bekamen im zweiten Quartal 4,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Statistik 2008. Mehr als die Hälfte davon wurde allerdings von steigenden Preisen aufgezehrt: Bei einer Inflationsrate von 2,3 Prozent blieb ein Lohnplus von durchschnittlich 1,9 Prozent übrig. "Der Anstieg der Reallöhne ist der dritthöchste seit Beginn der Zeitreihe 2008", hieß es.

In fast allen Wirtschaftszweigen wurde deutlich mehr gezahlt. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es mit sieben Prozent die stärksten Zuwächse, wozu der Abbau der Kurzarbeit, höhere Sonderzahlungen wie erfolgsabhängige Boni sowie Tariferhöhungen beitrugen. In der Chemischen Industrie hatten sich die Tarifparteien auf ein Lohnplus von 4,1 Prozent geeinigt, in der Metall- und Elektroindustrie wurden plus 2,7 Prozent vereinbart.

Größter Lohnzuwachs bei Banken und Versicherungen

Um überdurchschnittliche 4,6 Prozent erhöhten sich die Verdienste für die Beschäftigten von Banken und Versicherungen. Der Löwenanteil resultiert aus höheren Sonderzahlungen, die in der Finanzbranche größtenteils erfolgsabhängig gezahlt werden und das Vorkrisenniveau wieder deutlich überschritten.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im zweiten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3313 Euro brutto im Monat. Am meisten bekamen die Beschäftigten der Informations- und Kommunikationsbranche (4358 Euro) und der Energieversorgung (4350 Euro) sowie die Mitarbeiter von Banken und Versicherungen (4332 Euro). Am wenigsten wurde im Gastgewerbe mit 1950 Euro gezahlt.

dis/Reuters

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