Einstieg ins TV-Geschäft Springer erwägt neue Offerte für ProSiebenSat.1

Die ProSiebenSat.1 Media AG könnte bald den Besitzer wechseln. Laut einem Zeitungsbericht wollen die Haupteigentümer des TV-Konzerns ihre Aktien verkaufen - und die Axel Springer AG wittert eine neue Chance für den lang ersehnten Einstig ins Fernsehgeschäft.

Hauptverwaltung von ProSiebenSat.1: Neuer Kaufversuch möglich
DPA

Hauptverwaltung von ProSiebenSat.1: Neuer Kaufversuch möglich


München - Der erste Versuch schlug fehl - jetzt versucht es die Axel Springer AG offenbar erneut: Deutschlands größter Zeitungsverlag erwägt laut "Süddeutscher Zeitung" eine Beteiligung am TV-Konzern ProSiebenSat.1 . "Es gibt Interesse bei Springer", schreibt die "SZ" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Details würden für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Geplant sei, dass der Verlag sich mit einem Anteil von 25 Prozent zufrieden gebe und damit die Rolle eines Anker-Aktionärs einnehme. So bekäme Springer-Chef Mathias Döpfner den lange ersehnten Zugang zum Fernsehen.

Eine Springer-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. "Im Moment gibt es keine Überlegungen", sagte sie - schloss einen neue Offerte aber auch nicht kategorisch aus.

Der Verlag wollte den Fernsehkonzern bereits 2005 kaufen, war aber am Widerstand des Kartellamts, der Medienwächter und der Politik gescheitert. Döpfner habe seine Lehren gezogen und wolle bei einem möglichen zweiten Versuch behutsamer vorgehen, hieß es. Von Seiten des Kartellamts hieß es zuletzt, dass ein erneuter Versuch Springers ergebnisoffen geprüft werde.

Die Spekulationen über die Zukunft des Fernsehsenders haben zuletzt neue Nahrung erhalten, da sich die Anzeichen auf einen Ausstieg der Finanzinvestoren Permira und KKR verdichteten. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" prüfen die Finanzinvestoren, die den Sender Anfang 2007 übernommen hatten, eine Trennung. Die Aktien sollen offenbar an der Börse verkauft werden.

Derzeit halten die beiden Finanzinvestoren 88 Prozent der Stammaktien und knapp 18 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Die restlichen zwölf Prozent der Stammaktien gehören dem niederländischen Medienkonzern Telegraaf Media.

ssu/dpa-AFX



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Der Markt, 01.03.2011
1. System
Eine Horrorvorstellung, wenn Springer ins TV-Geschäft einsteigt. Dann wird das Volk noch mehr verblödet. Mit System.
frubi 01.03.2011
2. .
Zitat von Der MarktEine Horrorvorstellung, wenn Springer ins TV-Geschäft einsteigt. Dann wird das Volk noch mehr verblödet. Mit System.
Da sollte auch eigentlich das Kartellamt einspringen und diesen Mist stoppen. Hier werden Dinge miteinander verknüpft, die durchaus schädlich für die Konsumenten sein könnten.
bristolbay 01.03.2011
3. Ein Alptraum
Zitat von sysopDie ProSiebenSat.1 Media AG könnte bald den Besitzer wechseln. Laut einem Zeitungsbericht wollen die Haupteigentümer des TV-Konzerns ihre Aktien verkaufen - und die Axel Springer AG wittert eine neue Chance für den lang ersehnten Einstig ins Fernsehgeschäft. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,748269,00.html
Es fehlt nur noch, dass Rupert Murdoch sich beteiligt und dann hätten wir den extrem-rechtslastigen BILD-FOX-Sender. Nein Danke.
Sleeper_in_Metropolis 01.03.2011
4.
Zitat von Der MarktEine Horrorvorstellung, wenn Springer ins TV-Geschäft einsteigt. Dann wird das Volk noch mehr verblödet. Mit System.
Der Witz war gut.Wie soll denn das Volk _noch mehr_ verblöden, als mit dem aktuellen Programm des Privatfernsehens ? Im Gegenteil, Sat1 und Bild, das paßt doch niveaumäßig optimal zusammen, da gibt es beidseitig keinerleih Anpassungsschwierigkeiten. Im Ernst : Vor einem Springer-Einstieg in's TV-Geschäft müßte man vieleicht Angst haben, wenn es um einen einigermaßen seriösen Sender gehen würde, aber doch nicht bei SAT1Pro7.Da gibt's doch eh' nur Unterhaltungsserien, ein paar Spielfilme und jede Menge Trash, wo soll denn da der schädliche Springer-Einfluß ansetzen ?
Lindener2001 01.03.2011
5. Pro7
Schlimmer als jetzt könnte es auch nicht werden... Außerdem wäre es absolut begrüßenswert, wenn auf diese Art und Weise eine Heuschrecke vom deutschen Fernsehmarkt verschwindet. Permira und KKR haben die Senderkette mit Schulden überzogen und massenhaft Mitarbeiter entlassen. Über die Qualität des Programms von Pro7\ Sat1 braucht man wohl nicht erst zu reden. Auch wäre es gut, wenn auf diese Art und Weise endlich ein Gegenpool zu Bertelsmann (RTL) entstehe würde.
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