Konsum Einzelhändler steigern Umsatz um 2,3 Prozent

Die Inflation ist niedrig, die Lage auf dem Arbeitsmarkt gut - von der Kauflaune der Verbraucher profitiert auch der Einzelhandel. Zuletzt trübte sich die Konsumstimmung allerdings etwas ein.

Geschäft in der Innenstadt von Hamburg (2013)
DPA

Geschäft in der Innenstadt von Hamburg (2013)


Die deutschen Einzelhändler haben das erste Halbjahr mit einem spürbaren Umsatzplus abgeschlossen. Die Unternehmen setzten inflationsbereinigt 2,3 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum, nominal waren es 2,4 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juni stiegen die Erlöse um 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat und damit zum fünften Mal in Folge.

Der Handelsverband HDE führte die Entwicklung vor allem auf die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück. Hinzu kommt die niedrige Inflation, Verbraucher haben so mehr von Gehalts- und Lohnsteigerungen.

Nach dem Brexit-Votum trübte sich die Konsumstimmung der Verbraucher zuletzt allerdings etwas ein. Die Bundesbürger sorgen sich laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK zunehmend um die Konjunktur. Viele rechneten wegen des geplanten EU-Ausstiegs Großbritanniens in den kommenden Monaten mit einem gebremstem Wirtschaftswachstum in Deutschland. Dennoch ist die Konsumlust der GfK zufolge weiter hoch.

Der Einzelhandel im engeren Sinn - ohne Brennstoffhandel, Apotheken und Tankstellen - verzeichnete ein Umsatzplus von nominal 2,6 Prozent. Für dieses Jahr rechnet die Branche weiterhin mit einem Anstieg von zwei Prozent. Bis Ende des Jahres sollen demnach 481,8 Milliarden Euro in den Kassen der Einzelhändler landen.

Größter Gewinner im ersten Halbjahr war der Internet- und Onlinehandel mit einem Umsatzplus von nominal 7,5 Prozent. Dem Textilhandel verdarb das wechselhafte Wetter dagegen das Geschäft. Der Umsatz einschließlich Lederwaren und Schuhen stieg nominal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, real waren es 0,3 Prozent weniger. "Textilien haben sich wegen der Wetterkapriolen etwas schwerer getan", sagte ein HDE-Sprecher. Die Branche hofft nun auf den Sommerschlussverkauf, der Anfang der Woche startete.

asa/dpa/Reuters



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