Konzern erhöht Preise Chip-Mangel setzt Tesla zu

Elon Musk hat schlechte Laune: Sein E-Auto-Konzern Tesla muss die Preise erhöhen, weil Rohstoffe knapp werden und Konkurrenten Computer-Chips horten »wie Klopapier«.
Tesla bei einer Veranstaltung in Shanghai im Januar 2020

Tesla bei einer Veranstaltung in Shanghai im Januar 2020

Foto: Aly Song/ REUTERS

Die Autoindustrie hat weltweit damit zu kämpfen, dass Mikrochips für die Bordcomputer kaum noch zu haben sind. Laut Berechnungen einer Unternehmensberatung könnten die Engpässe die Industrie insgesamt 110 Milliarden Dollar kosten.

Tesla-Chef Elon Musk ist allerdings der Überzeugung, dass die Probleme – zumindest in Teilen – hausgemacht seien. Die Nachrichten über die Chip-Knappheit hätten dazu geführt, dass viele Firmen sicherheitshalber übermäßig viele der Bauteile geordert hätten – und damit den Engpass erst so richtig befeuerten. »Die Angst, dass die Vorräte knapp werden, veranlasst jedes Unternehmen zu Überbestellungen – wie bei der Klopapierknappheit, aber in epischem Ausmaß«, twitterte Musk.

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Im vergangenen Jahr hatten die Lockdown-Maßnahmen in vielen Ländern zwischenzeitlich zu einem Ansturm auf Toilettenpapier geführt. Obwohl Musk nicht davon ausgeht, dass die Engpässe langfristig bestehen bleiben, haben sie bereits Folgen für sein Unternehmen. So hat Tesla die Preise für seine Fahrzeuge anheben müssen, und zwar »aufgrund des großen Preisdrucks in der Lieferkette«, wie Musk in einem anderen Tweet mitteilte.

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Die Chipkrise hat auch deutsche Autobauer hart getroffen: So wurde Mitte Mai bekannt, dass die VW-Tochter Audi die Produktion in Ingolstadt und Neckarsulm einschränken und mehr als zehntausend Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken muss. Zunächst sollte die Maßnahme nur bis Ende Mai gelten, wurde nun allerdings laut Zeitungsberichten auch auf den Juni ausgedehnt.

Wegen fehlender Halbleiterchips haben auch andere Autohersteller wie Ford, VW oder Daimler Schichten absagen und die Fertigung drosseln müssen. Der Chiphersteller Intel hatte gewarnt, die Engpässe könnten mehrere Jahre andauern – auch weil Investitionen nicht sofort greifen.

Die Knappheit wurde unter anderem von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Technik wie Laptops in der Coronapandemie sowie Vorratskäufen chinesischer Konzerne wie Huawei angesichts von US-Sanktionen ausgelöst.

beb
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