Elon Musk kritisiert Bürokratie »Wenn es immer mehr Regeln gibt, kann man am Ende gar nichts mehr machen«

Bei einem Besuch der neuen Tesla-Fabrik in Brandenburg stänkerte Elon Musk gegen das deutsche Baurecht. Trotz Verzögerungen hofft er, dass die Produktion noch in diesem Jahr anlaufen kann.
Tesla-Chef Elon Musk in Grünheide: Treffen mit »technischem Charakter«?

Tesla-Chef Elon Musk in Grünheide: Treffen mit »technischem Charakter«?

Foto: Christophe Gateau / dpa

Obwohl der Bau seiner neuen Fabrik noch immer nicht genehmigt ist, bleibt Elon Musk optimistisch: »Wir machen ziemlich gute Fortschritte«, sagte Musk während des Besuchs der Baustelle. »Aktuell sieht es danach aus, dass wir mit der Herstellung Ende des Jahres beginnen können.« Es sei etwas schwer vorherzusagen, da es erst losgehen könne, wenn alle Teile vor Ort seien, erklärte der Tesla-Chef in einem TV-Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Musk hat das Gelände im brandenburgischen Grünheide bereits mehrfach besucht – zuletzt Anfang Dezember, als er nach eigenen Worten sogar im Konferenzraum der Fabrik übernachtete. Offizielle Termine mit Politikern gab es diesmal nicht. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte im Vorfeld von einem »technischen Besuch« gesprochen.

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Im Gegensatz zu früheren Plänen hat der weltgrößte Elektroautobauer inzwischen angekündigt, die Autofabrik um eine Anlage zur Batterieherstellung erweitern zu wollen. Der ursprünglich für Sommer geplante Produktionsstart ist damit endgültig nicht mehr zu halten. Bei der Vorstellung des jüngsten Quartalsberichts versicherte Musk aber bereits, die Produktion werde noch in diesem Jahr anlaufen. Vorgesehen ist, dass in Grünheide jährlich bis zu 500.000 Autos vom neuen SUV Model Y über die Bänder rollen.

Dafür benötigt der US-Konzern aber eine endgültige Baugenehmigung – für die Autofabrik wie auch die Batterieherstellung. Bisher ist nicht absehbar, wann und ob diese erteilt wird. Aktuell agiert Tesla nur auf Basis von vorläufigen Baugenehmigungen. Laut einer Sprecherin der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Umwelt (LfU), ist davon auszugehen, dass aufgrund der Änderungen eine erneute Bürgerbefragung erforderlich wird.

Die letzte Erörterung des Vorhabens im Herbst hatte viele Kritiker auf den Plan gerufen, die Beantwortung der Fragen dauert bis heute an. Musk sagte erneut, dass er weniger Bürokratie hilfreich fände. »Wenn es immer mehr Regeln gibt, kann man am Ende gar nichts mehr machen.«

mic/Reuters
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