Tesla-Chef Twitter verhandelt nun doch mit Musk über Verkauf

Der mögliche Verkauf von Twitter an Tesla-Gründer Elon Musk ist um eine Wendung reicher. Nach Videokonferenzen mit Aktionären will das Unternehmen offenbar erneut über eine Übernahme sprechen.
Tesla-Chef Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Zuerst hatte sich Twitter noch geziert, nun verhandelt das Unternehmen offenbar doch mit Tesla-Gründer Elon Musk über eine Übernahme – offenbar auf Druck der eigenen Anteilseigner. Es habe am Sonntag Gespräche gegeben, berichteten unter anderem das »Wall Street Journal« und »Bloomberg« unter Berufung auf Insider. Twitter wolle nun einen »neuen Blick« auf das Angebot werfen. Grund für den Sinneswandel sind offenbar Videokonferenzen, die Musk mit »ausgewählten« Aktionären geführt habe.

Der Gründer des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX hatte vergangene Woche erklärt, er wolle Twitter vollständig übernehmen. In den Wochen zuvor hatte Musk etwas mehr als neun Prozent der Anteile gekauft und war damit zum größten Aktionär des Kurzbotschaftendienstes aufgestiegen.

Widerstand gegen Übernahme

Die Unternehmensführung von Twitter hatte sich bisher gegen eine Übernahme zur Wehr gesetzt. So verabschiedete der Verwaltungsrat einen Plan, der die Rechte der derzeitigen Anteilseigner stärkt und Musk eine Übernahme erschweren soll. Der Plan ermöglicht es den Anteilseignern, weitere Aktien zu einem günstigeren Preis zu erwerben. Auch ist vorgesehen, dass bei der möglichen Übernahme des Unternehmens durch den großangelegten Aufkauf von Aktien der Käufer eine sogenannte Kontrollprämie an die übrigen Aktionäre zahlen muss.

Musk hat nach eigenen Angaben 46,5 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) für eine mögliche Übernahme von Twitter eingesammelt und prüft nun ein direktes Kaufangebot.

Twitter könnte sich laut »Wall Street Journal« am Donnerstag offiziell äußern, wenn die Bekanntgabe der Quartalszahlen ansteht – und dabei möglicherweise auch neue Bedingungen verhandeln. Elon Musk habe jedoch in den vergangenen Tagen gegenüber Twitter-Verwaltungsratspräsident Bret Taylor mehrfach betont, er werde sein Angebot von 54,20 Dollar pro Twitter-Aktie nicht erhöhen.

rai/AFP

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