Insolventer Windparkbetreiber EnBW soll Interesse an Prokon haben

Es wäre ein Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieerzeugung: Der Stromkonzern EnBW ist Berichten zufolge an der Übernahme des insolventen Windparkbetreibers Prokon interessiert.

EnBW-Zentrale in Karlsruhe: Konzentration auf die Windkraft
dapd

EnBW-Zentrale in Karlsruhe: Konzentration auf die Windkraft


EnBW hat einem Insider zufolge Interesse am insolventen Windparkbetreiber Prokon. Der Energieversorger werde ein Angebot abgeben, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf Branchenkreise zudem, der Wert des Windparkbetreibers aus Itzehoe werde auf mindestens eine halbe Milliarde Euro geschätzt. Die Pleite des Unternehmens hatte vor rund einem Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil viele Kleinanleger, gelockt von erklecklichen Renditeversprechen, Anteile für mehr als eine Milliarde Euro an dem Unternehmen erworben hatten.

Mit EnBW gäbe es nach dem Hamburger Solarparkbetreiber Capital Stage schon den zweiten Kaufinteressenten für Prokon. Über die Höhe der Offerte, die einen Anteil von 95 Prozent an Prokon umfassen soll, wurde vorerst nichts bekannt. Die Aktie des SDax-Unternehmens kletterte am Montag um gut zwei Prozent und setzte sich damit an die Spitze des Kleinwerteindexes.

EnBW Chart zeigen steuert seit der Energiewende von Atom- und Kohlekraftwerken auf erneuerbare Energiequellen um. Bis 2020 soll deren Anteil am operativen Gewinn auf 700 Millionen Euro steigen. Gemessen am Ergebnis von 2012 wäre das eine Verdreifachung. In den vergangenen Jahren hat der drittgrößte deutsche Energiekonzern die Windkrafterzeugung auf hoher See stark ausgebaut. Mit einer Kapazität von 1900 Megawatt ist das Karlsruher Unternehmen in diesem Sektor nach eigenen Angaben der größte Anbieter. Prokon betreibt Windparks in Deutschland und Polen mit einer Leistung von 529 Megawatt.

mik/Reuters



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rgriese77 12.05.2015
1. Reine Geldverschwendung
Ich frage mich wie viele Windmuelen wir bauem muessen um festzustellen das diese Steizeitenergietechnology eine Geldverschwendung ist.
diplommaurer 12.05.2015
2. Die Segelschiffe wurden mal abgeschafft,
weil man nur vorwärts kam, wenn der Wind weht und nicht wenn man vorwärts kommen will. Wir machen gerade diese hochkomplexe Erkenntnis, langsam, aber teuer. Die Folgekosten für die Speichertechnik kommen zu den vorhandenen Subventionen noch mal drauf. Eigentlich könnte man über deutsche Energiepolitik lachen, wenn man Lobbyist der Erneuerbaren wäre. Und die Großkonzerne müssen nun den Subventionsströmen hinterherschwimmen.
tempus fugit 12.05.2015
3. Es muss in DE...
Zitat von rgriese77Ich frage mich wie viele Windmuelen wir bauem muessen um festzustellen das diese Steizeitenergietechnology eine Geldverschwendung ist.
...keine einzige Windmühle mehr bauen um festzustellen, dass es zig-1000de WKA-Zubauten gibt. Jährlich, weltweit! Erfolgreich, allermeistens gewinnbringend, nachhaltig. Japan baut vor den radioaktiv dampfenden/schmor- enden Fukushina-Ruinen einen Windpark im Pazifik, China baut die von der Stange - und exportiert reichlich davon. Windkraft ist nur einer der vielfältigen und nachhaltigen EE-Pfeiler im Konzept der Energiewende - und die ist ein EU-weites Ziel: 80% EE-Strom bis 2050. Und noch was: Wer falsch investiert, verliert immer Geld. Ist halt so in der Wirtschaft. Wer sich im Schatten PV auf's Dach legt, wird seine Kosten kaum reinspielen. Er kriegt nur was dafür, was er liefert! Bei Procon mag es ähnlich gelagert sein. Aber gucken Sie mal nach Flamanville oder nach Olkiluoto. Wo die Baukosten für die modernste Atomtechik EPR 3 x höher sind (aktuell...) und die Bauzeiten ebenfalls (aktuell...) und kein Schwein weiss, ob da mal ein kWh rauskommt und was sie kostet. Sicher ist: Weit mehr als 1 kWh aus Ihrer Steinzeitwindmühle. Von denen stehen sogar noch Jahrhundertalte in Holland und anderwo - und liefern Cash, weil jährlich 100.000d in die Ecke fahren (Kinderdijk...) und dort für Umsatz sorgen. Gegenbeispiel: Tschernobyl... - und in Fukushima wurden rund 160.000 Menschen evakuiert, die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen sich selbst überlassen.... Und da wird sich über Generationen nicht ändern - ausser dass da jedes Jahr Milliarden reingesteckt werden müssen. Um die Dinger in Zaum zu halten! PS: 6-7 x probiert, ds. post durchzubringen -Beitragsprüfung ist ja ok, aber zunehmend Zensur... Spon, Spon....
tatsache2011 12.05.2015
4. Geldverschwendung ?
Zitat von rgriese77Ich frage mich wie viele Windmuelen wir bauem muessen um festzustellen das diese Steizeitenergietechnology eine Geldverschwendung ist.
Offensichtlich bekommen Sie keine Antwort auf "ich frage mich". Sind Sie bei Growian in Ihrer Erkenntnis stecken geblieben? RWE, E.on und EnBW haben die Antwort für sich gefunden und investieren. Neue AKWs bauen die schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Nur einer war so dumm, überteuert AKW zu kaufen. Das war reine Geldverschwendung.
tempus fugit 12.05.2015
5. Es muss in DE...
...keine einzige Windmühle mehr bauen um festzustellen, dass es zig-1000de WKA-Zubauten gibt. Jährlich, weltweit! Erfolgreich, allermeistens gewinnbringend, nachhaltig. Japan baut vor den radioaktiv dampfenden/schmor- enden Fukushina-Ruinen einen Windpark im Pazifik, China baut die von der Stange - und exportiert reichlich davon. Windkraft ist nur einer der vielfältigen und nachhaltigen EE-Pfeiler im Konzept der Energiewende - und die ist ein EU-weites Ziel: 80% EE-Strom bis 2050. Und noch was: Wer falsch investiert, verliert immer Geld. Ist halt so in der Wirtschaft. Wer sich im Schatten PV auf's Dach legt, wird seine Kosten kaum reinspielen. Er kriegt nur was dafür, was er liefert! Bei Procon mag es ähnlich gelagert sein. Aber gucken Sie mal nach Flamanville oder nach Olkiluoto. Wo die Baukosten für die modernste Atomtechik EPR 3 x höher sind (aktuell...) und die Bauzeiten ebenfalls (aktuell...) und kein Schwein weiss, ob da mal ein kWh rauskommt und was sie kostet. Sicher ist: Weit mehr als 1 kWh aus Ihrer Steinzeitwindmühle. Von denen stehen sogar noch Jahrhundertalte in Holland und anderwo - und liefern Cash, weil jährlich 100.000d in die Ecke fahren (Kinderdijk...) und dort für Umsatz sorgen. Gegenbeispiel: Tschernobyl... - und in Fukushima wurden rund 160.000 Menschen evakuiert, die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen sich selbst überlassen.... Und da wird sich über Generationen nicht ändern - ausser dass da jedes Jahr Milliarden reingesteckt werden müssen. Um die Dinger in Zaum zu halten!
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