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11. März 2015, 08:09 Uhr

Minus von mehr als drei Milliarden

Radikalumbau führt bei E.on zu Rekordverlust

Jetzt ist es offiziell: Der Stromkonzern E.on hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als drei Milliarden Euro Verlust gemacht. Das liegt am geplanten Radikalumbau des Unternehmens.

Düsseldorf - Der Energieriese E.on muss den schwersten Verlust seit seiner Gründung im Jahr 2000 verbuchen. Unterm Strich summierte sich der Fehlbetrag für das Jahr 2014 auf 3,16 Milliarden Euro, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht. Zuvor war bereits über einen Verlust in dieser Höhe berichtet worden.

Hauptgrund für den Verlust war eine harte Bestandsaufnahme über den tatsächlichen Wert von vielen Geschäften, die den ersten Schritt des geplanten Konzernumbaus bildet. Das führte zu Abschreibungen von 5,4 Milliarden Euro, auf die der Konzern aber schon vor Monaten eingestimmt hatte. Die Aktionäre sollen dennoch wie angekündigt eine Dividende von 50 Cent je Aktie bekommen, das sind 10 Cent weniger als im vergangenen Jahr.

E.on hatte Ende November angekündigt, sich als Reaktion auf die Energiewende 2016 aufspalten und dabei den gesamten Teil mit Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken in eine neue Gesellschaft ausgliedern zu wollen. Der Hauptkonzern will sich künftig auf Geschäfte wie Ökostrom, Energienetze und den Vertrieb konzentrieren. E.on hatte bereits im Jahr 2011 im Zuge der Energiewende rote Zahlen geschrieben - damals in Höhe von 2,2 Milliarden Euro.

dab/dpa

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