Energiekonzern Neuer RWE-Chef plant radikalen Sparkurs

Der künftige RWE-Chef Peter Terium verschärft den Kurs radikaler Kürzungen. Nach SPIEGEL-Informationen will er eine Milliarde Euro zusätzlich einsparen. Laut einem Zeitungsbericht sollen mindestens 3500 Arbeitsplätze wegfallen.
Der künftige RWE-Chef Peter Terium: Eine Milliarde Euro zusätzlich einsparen

Der künftige RWE-Chef Peter Terium: Eine Milliarde Euro zusätzlich einsparen

Hamburg - Harte Einschnitte bei RWE: Der künftige Konzernchef Peter Terium stimmt die Beschäftigten auf einen rigiden Sparkurs ein. Der Essener Energiekonzern soll in den Jahren 2013 und 2014 über die bereits beschlossenen Kürzungen von rund 1,5 Milliarden Euro hinaus einen Betrag von mindestens einer weiteren Milliarde Euro einsparen, wie der SPIEGEL berichtet.

Eine RWE-Sprecherin bestätigte am Sonntag, dass die genannte Milliarde eine "Plangröße" sei. Man verhandele darüber zurzeit mit den Betriebsräten. Wie viele Stellen insgesamt wegfallen würden, könne man in diesem Stadium noch nicht absehen. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" handelt es sich um mindestens 3500 weitere Arbeitsplätze.

Terium hat den Betriebsräten nach SPIEGEL-Informationen ein Programm "für die Zukunft unseres Konzerns" vorgelegt. Darin geht es konkret um Maßnahmen zur Abschaffung von doppelten Konzernstrukturen und um den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Endgültige Schritte sollten in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften bis Juni 2012 entwickelt werden. Bei den Betriebsräten scheint die von Teriums noch amtierendem Vorgänger Jürgen Großmann eher selten praktizierte Offenheit anzukommen. Die Arbeitnehmervertreter wollten sich Gesprächen nicht verschließen.

heb/dpa-afxp/Reuters
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