Hackerattacke Equifax-Chef tritt nach Datenklau zurück

Bei einem Angriff auf den US-Finanzdienstleister Equifax hatten Hacker Daten von Millionen US-Verbrauchern erbeutet. Nun zieht der Chef des Unternehmens Konsequenzen.
Equifax-Sitz in Atlanta

Equifax-Sitz in Atlanta

Foto: TAMI CHAPPELL/ REUTERS

Nach dem Diebstahl hochsensibler Daten ist der Chef der Wirtschaftsauskunftei Equifax, Richard Smith, zurückgetreten. Der bisherige Geschäftsführer für Südostasien, Paulino do Rego Barros, solle kommissarisch den Job von Smith übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte Equifax bereits den IT- und den Sicherheitschef in den Ruhestand geschickt.

Die von Mitte Mai bis Juli laufende Hackerattacke betraf bis zu 143 Millionen US-Verbraucher. Equifax hatte den Einbruch nach eigenen Angaben im Juli bemerkt und gestoppt - aber die Betroffenen erst im September informiert.

Der Datenklau gefährdet die Betroffenen besonders, weil die Angreifer auch an die Sozialversicherungsnummern der Opfer gelangten. Diese Nummern werden in den USA oft zur Identifizierung im Alltag, zum Beispiel bei Mobilfunkverträgen oder Kreditanfragen, genutzt.

Zudem hatten sich die Angreifer auch Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen verschafft. Die Kombination aus diesen Informationen kann es Betrügern etwa ermöglichen, Kredite in fremdem Namen aufzunehmen.

asa/dpa
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