Erholung an den Börsen Dax startet mit starkem Plus

Hält der positive Trend diesmal über den Tag? Der Dax ist mit einem Plus von fast drei Prozent in den Handel gestartet - gab einen Teil der Gewinne im Handelsverlauf jedoch wieder ab. Die Börse in Tokio hatte zuvor mit einem moderaten Minus geschlossen.


Frankfurt am Main - Ist das die erhoffte Trendwende? Am deutschen Aktienmarkt ging es am Donnerstagmorgen wieder aufwärts. Der Dax Chart zeigen machte zu Handelsbeginn mehr als die Hälfte des Kurssturzes vom Vortag wett. Gegen 9.05 Uhr stand der deutsche Leitindex mit einem Plus von 2,9 Prozent bei 5776 Punkten. Wenige Minuten später reduzierte sich das Plus allerdings wieder etwas, zeitweise rutschte der Dax sogar leicht ins Minus. Gegen Mittag notierte er bei 5641 Punkten - ein Aufschlag von nur noch 0,5 Prozent.

Am Mittwoch hatte ein Kurssturz der französischen Bankenwerte den Leitindex um 5,1 Prozent auf 5613 Punkte einbrechen lassen. Auch der Dow-Jones-Index an der Wall Street war um 4,6 Prozent auf 10.719 Punkte abgerutscht.

Nach dem dramatischen Kurssturz von 15 Prozent am Vortag notierte die Aktie der französischen Großbank Société Générale Chart zeigen mit mehr als sieben Prozent im Plus. Ihr Chef war Gerüchten entgegengetreten, wonach die Bank wegen ihres Griechenland-Engagements in ernsten Schwierigkeiten stecke. Die Aktie des französischen Rivalen BNP Paribas Chart zeigen verzeichnete einen Aufschlag von mehr als zwei, die der Deutschen Bank Chart zeigen ein Plus von knapp zwei Prozent.

So steht der Dax gerade
Börsianer verwiesen auf einen Hoffnungsschimmer aus Asien, auf den die Anleger am Morgen als Stütze setzen. Die asiatischen Märkte waren zwar mit einem deutlichen Minus in den Tag gestartet, zeigten sich danach aber weitgehend stabil. Entsprechend erholte sich auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Chart zeigen als Vorgabebarometer des deutschen Marktes. Er gewann seit dem Xetra-Schluss am Vortag mehr als 130 Punkte oder 1,3 Prozent und liefert damit eine positive Vorgabe. Anleger sollten sich dennoch auf weitere starke Schwankungen einstellen, sagten Börsianer.

Die Flucht aus dem Dollar Chart zeigen und dem Euro Chart zeigen sowie die fallenden Aktienkurse hatten am Morgen für einen neuen Höchststand beim Gold Chart zeigen gesorgt. Der Preis für die Feinunze (etwa 31 Gramm) stieg erstmals über 1800 Dollar, fiel aber später wieder zurück.

Im Handelsverlauf erholte sich der Euro wieder etwas von den Verlusten, die er am Vortag erlitten hatte. Am späten Vormittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,4240 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch bei 1,4367 Dollar festgelegt.

yes/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
nick.winter, 11.08.2011
1. bis zur nächsten Panikattacke
Zitat von sysopAufatmen an der Frankfurter Börse: Der Dax ist mit einem Plus von fast drei Prozent in den Handelstag gestartet. Die Börse in Tokio hatte zuvor mit einem moderaten Minus geschlossen. Hält der Trend heute an? http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,779598,00.html
Es ist ein Kreuz mit diesen Bankern und Wirtschaftswissenschaftlern. Warum suchen sich Personen, die zu Panikattacken neigen, ausgerechnet den Beruf des Bankers oder Wirtschaftswissenschaftlers aus?.
Mueller-Luedenscheid 11.08.2011
2. ach,
es geht wieder aufwärts mit dem Dax? Weiss man schon wie lange? Im übrigen, in Wolfenbüttel ist ein Sack Haferschrot umgefallen. Hört endlich auf mit den Berichten über die Casinos.
Pandora0611 11.08.2011
3. So hat es gestern auch angefangen
Zitat von sysopAufatmen an der Frankfurter Börse: Der Dax ist mit einem Plus von fast drei Prozent in den Handelstag gestartet. Die Börse in Tokio hatte zuvor mit einem moderaten Minus geschlossen. Hält der Trend heute an? http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,779598,00.html
und dann wurden die Spekukanten von der Realität eingeholt! Der DAX fiel um 5,1% auf 5.613 Punkte
HansiPMüller 11.08.2011
4. Profiteure der Panik
Zitat von nick.winterEs ist ein Kreuz mit diesen Bankern und Wirtschaftswissenschaftlern. Warum suchen sich Personen, die zu Panikattacken neigen, ausgerechnet den Beruf des Bankers oder Wirtschaftswissenschaftlers aus?.
Ach was, die sind meistens relativ cool. Ich sehe das Problem eher im Realitätsverlust. Banker sind in der Regel eher die Profiteure der Panik, weniger die Ursache. Panische Amateure und Privatanleger lassen sich dagegen gut abzocken, alte Weissheit. Und das passiert ständig. Es gibt nicht nur grosse und langlebige Blasen, sondern stündliche, tägliche und wöchentliche Blasen usw... Wenn eine Blase platzt, ist der Profi direkt am Geschehen im Vorteil. Er hat ein paar Minuten Zeit zu reagieren. Die anderen merken es erst, wenn es schon zu spät ist. Schwierig wird es für den Profi erst, wenn er grössere Mengen an Papieren verticken muss und es dafür kurzfristig keine dummen Käufer mehr gibt.
Hipster 11.08.2011
5.
Zitat von nick.winterEs ist ein Kreuz mit diesen Bankern und Wirtschaftswissenschaftlern. Warum suchen sich Personen, die zu Panikattacken neigen, ausgerechnet den Beruf des Bankers oder Wirtschaftswissenschaftlers aus?.
Sie verwechseln da etwas: weder Banker noch Wirtschaftswissenschaftler sind in Panik ausgebrochen - das waren lediglich die Redakteure von SPON ...
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